Mini Semlor mit Lemon Curd Füllung – oder die Sache mit dem Kaffeepausen-Effekt

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Der sogenannte Kaffeepausen-Effekt beschreibt, dass jeder Mensch, möge er auch noch so schlechte Laune haben- oder wie wir Bayern zu sagen pflegen „grantig sein“- mit einer Tasse Kaffee und einem Gebäckstück kommt immer gute Laune auf. Das haben die Schweden schon ganz gut verstanden, wenn sie jeden Tag ihre vormittägliche und nachmittägliche Fika machen- und manchmal zwischendurch noch mehr, denn Fika geht ja bekanntlich immer. So friedliche und gut gelaunte Menschen sind diese Schweden, dass ein Aufschrei durch die Massen geht, wenn Michael in Lönrneberga es wagt, den Kopf in die Suppenschüssel zu stecken. Oder, dass ein Riesen-Trara um ein Mädchen gemacht wird, dass alleine in einem Haus lebt, beziehungsweise mit einem Affen und einem Pferd zusammen (und dass sie dieses Pferd dann auch noch einhändig hochstämmen kann). Also sowas.

Und dann passiert doch noch etwas hier in Schweden. Irgendjemand hatte einen schlechten Tag, war grantig ohnegleichen und ist einfach mit dem nächstbesten LKW in die Fußgängerzone gedüst. Dabei haben die Schweden doch extra große Schilder aufgehängt, die diese Straße als „gågata“ auszeichnen.

Ich bin ja der Meinung, das wir alle noch mehr Fika machen müssen und dass man auch die IS mal zum Kaffee-Klatsch einladen sollte. Da würde sich die Laune gleich schlagartig bessern, denn wer mag schon keinen Kaffee (oder Tee) und ein mini-Selor mit Lemoncurd Füllung?

P.S. Bevor jetzt alle meine Meinung für lachhaft erklären- ein friedlicher Kaffee-Klatsch hilft auf jeden Fall mehr, als sich auf Facebook einen neuen Filter über das Profilbild zu legen und zu sagen „je suis Pippi Langstrumpf“. Ich sags ja nur…

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Yeeeeeas! Ich erläutere dann mal die Karottenkuchen-Saison

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Yes! Hiermit leite ich sie ein- die Karottenkuchen-Saison. Auch bekannt als Osterzeit, also, wenn das Wetter langsam wirklich frühlingshaft schön wird, sodass ich in Cafés ab jetzt nur noch draußen sitzen möchte, jedes Mal beim Einkaufen überlege, ob ich mir nicht doch Blumen kaufen soll (aber sich selbst Blumen schenken ist irgendwie so doof und in der Fernbeziehung ergibt sich dann leider doch nicht so oft die Möglichkeit, dass Blumen schenken sinnvoll wäre) und dass ich am Liebsten meine Sonnenbrille 24/7 aufsetzen möchte.

Und im Moment habe ich ein bisschen Frühling dringend nötig- vor allem, dass es jetzt ein wenig wärmer wird. Denn letzte Woche war ich auf einem Lappland-Trip und habe dort nachts bei -25 Grad gefroren und gefroren und gefroren- trotz 5 Schichten Klamotten und täglichem Saunabesuch (der zwar zwischendurch ab und zu von einem Bad im Eisloch unterbrochen wurde, aber dennoch). Da ist es jetzt doch ein schönes Gefühl, nicht mehr nur in Schneeboots und dicken Socken nach draußen zu gehen und dennoch nach einer halben Stunde noch keine kalten Füße zu haben.

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Und vor allem heißt Frühling auch, dass es hier langsam anfängt zu blühen und die Wiesen und Wälder wieder grüner werden. Dass die letzten grauen Schneematsch-Reste endlich verschwinden, die Straßen vom Streuschütt gesäubert werden und alle Schweden fleißig in ihren Gärten rumwerkeln, um alles für Ostern auf Vordermann zu bringen. Und wenn man so fleißig im Garten (und am rot gestrichenen Holzhäuschen, Kiesgartenweg oder auch gusseisernen Gartenzaun) werkelt, braucht man zwischendurch auch eine Fika.

Ich werkel zwar nicht in meinem schwedischen Schrebergarten, aber habe dennoch ganz fleißig mein Zimmer aufgeräumt und Frühjahrsputz gemacht (der auf 17qm2 dann doch recht schnell geschafft war) und Karottenkuchen gebacken. Somit kann ich nun also auch eine Frühlings-Fika machen, mich mit einem Kaffee und einem großen Stück Karottenkuchen draußen in die Sonne setzen, die Sonnenbrille auf die Nase schieben und das Beste: ich habe nach 30 Minuten immer noch keine kalten Füße.

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Elch Kekse in freier Wildbahn gesichtet

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Ein Elch! Ein Elch! Ich habe einen Elch gesehen! Ich habe einen Elch in freier Wildbahn gesichtet. Nur leider keinen echten, sondern einen Elch-Keks; Mit Schokoladen-Geweih und und Kristallzucker-Schnee. Aber dennoch in der freien Wildbahn Schwedens. Und das Gute daran ist, dass die Elche sich ohne schlechtes Gewissen aufessen lassen bis zum letzten Krümel, einen in der Brunftzeit nicht angreifen und trotzdem schön anzuschauen sind. Ebenfalls lässt sich das genüssliche „Mmmmmh“ beim Verspeißen der Kekse mit einem Elch-Muuuuh vergleichen.

Und wenn ich dann morgen nach Lappland düse, sehe ich hoffentlich einen echten, richtigen, lebendigen, muuuuhenden Elch- eventuell mit einem bisschen Schnee im Geweih und hoffentlich ohne, dass er uns angreift. Ich bin schon ganz gespannt und berichte dann.

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Apfel-Himbeer Strudel zum Frühlingsbeginn

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Es ist Frühling. Und auch wenn es hier in Schweden vorletzte Nacht um 3 Uhr morgens noch einmal kurz geschneit hat- es ist Frühling. Denn als ich morgens aufgewacht bin, schien die Sonne es war ganz frühlingshaft: Kaffee-in-der-Sonne, Sonnenbrillen-Wetter, Vögel-Zwitschern und Schneeglöckchen-auf-der-Wiese.

Plötzlich habe ich Lust darauf, meine Strickpullis in die hintere Ecke des Schranks zu räumen, die kurzen Ringelsöckchen heraus zu holen und mich auf die Holzbank vor dem Haus zu setzen, die Sonnenbrille aufzusetzen, die Augen zu schließen und die Nase in die Sonne zu strecken.

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Frühling in Schweden heißt jedoch leider nicht 15 Grad und Sonne, wie es gerade daheim sein könnte, sondern 5 Grad und Sonne. Deswegen habe ich die Pullis noch nicht ganz aufgegeben und das Fenster zu meinem Zimmer kann auch leider nicht den ganzen Tag geöffnet bleiben, damit ich beim schwedisch Vokabeln Lernen die Vögel zwitschern hören kann. Aber wenn ich einkaufen gehe, schiebe ich mir dennoch die Sonnenbrille auf die Nase und nachmittags setze ich mich dann mit einer Tasse Kaffee und einem Stück Apfel-Himbeer-Strudel auf die Holzbank vor dem Haus und mache Fika- aber eben mit einer Strickjacke über die Schultern gelegt.

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Oatmeal Raisin Cookies. Fika mit Pipi Langstrumpf

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Ich habe Sommersprossen, mal weniger und mal viele viele Sommersprossen. Und ich habe leicht rötliche Haare, natürlich nur rotblond, aber das zähle ich jetzt dennoch mal auf. Denn als ich im Kindergarten einmal mit zwei geflochtenen Zöpfen aufgetaucht bin, die frech an beiden Seiten des Kopfes abstanden, hat mich meine damalige Kindergärtnerin Pipi Langstrumpf genannt. Im ersten Moment fand ich das gar nicht nett, habe natürlich meiner Mama gepetzt und ein Riesen kleines Theater veranstaltet. Danach hat mich meine Kindergärtnerin nicht mehr Pipi Langstrumpf genannt…

Aber ein paar Jahre später, zur Faschingszeit, bin ich dann doch wieder zur Pipi Langstrumpf geworden. Denn ich hasse verkleiden und schminken und Pipi Langstrumpf war eine der wenigen „Verkleidungen“, für die ich nicht viel ändern musste.

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Ich wohne zwar weder in der Villa Kunterbunt, noch habe ich einen Herr Nillsson oder einen kleinen Onkel, aber da mein Papa uns früher Astrid Lindgrens Geschichten oft als Gute-Nacht-Geschichten vorgelesen habe, kenne ich mich dennoch ziemlich gut aus.

Tja und jetzt bin ich in Schweden, spreche schon ein wenig schwedisch, mache jeden Tag Fika mit Kaffee und selbstgebackenen Keksen und gestern habe ich mir wieder mal zwei Zöpfe geflochten. Ich habe mir zwei Zöpfe geflochten, Ringelsocken und meine gelbe Gute-Laune-Regenjacke angezogen und mich ganz wie Pipi Langstrumpf gefühlt.

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