Heidelbeer French Toast. Hallo Amsterdam!

Nun also bin ich das dritte Mal aufgewacht, in Amsterdam- das Abendteuer Auslandsjahr hat begonnen und schon jetzt gefällt es mir ziemlich gut. Noch bin ich eindeutig am Erkunden und Entdecken- der Stadt, des Campus, der WG-Küche- ein wenig geschockt war ich schon, als ich hier ankam und es keinen Ofen gab. Das muss man sich mal vorstellen, ich und kein Ofen in Sichtweite. Aber zum Glück ist dieses Problem jetzt so gut wie gelöst und ich kann demnächst wieder ordentlich das Nudelholz schwingen.

Schließlich muss ich mich ja auch an einigen Niederländischen Klassikern probieren. Klar, Pannenkoeken würde ich auch noch ohne Ofen hinbekommen, aber für Spekuloos bräuchte ich dann spätestens an Weihnachten dringend einen Ofen. Und die Niederländer sollen hier auch mal ordentlich deutschen Apfelkuchen zu essen bekommen undundund- naja jedenfalls wäre ich ohne Ofen echt irgendwann aufgeschmissen gewesen.

Aber wie gesagt, das hat sich so gut wie gelöst. Und bis dahin hab ich sowieso noch ein paar Rezepte in der Warteschlange- denn die letzte Woche in Tübingen bin ich noch einmal kreativ explodiert und habe verschiedenstes gebacken- natürlich unter dem Vorwand, dass ich meine Vorräte an Mehl und Zucker ja irgendwie aufbrauchen müsste. Und da ich auch sonst nicht so viel zu tun hatte, hab ich auch mal ein entspanntes spätes Frühstück genossen- mit Heidelbeer French Toast und einer Tasse Milchkaffee Abschied von „meinem“ Ausblick genommen und in der Sonne auf unserem Balkon gefrühstückt.

Ganz nebenbei verspreche ich euch, dass diese Heidelbeer French Toasts wirklich heerlijk sind und mir nichts anderes übrig bleibt, als euch in meinem gebrochenem Niederländisch zu wünschen: Eet smakelijk!

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Schoko Croissants, mein Papa und Flachwitze am Morgen

Bevor ich diese Woche endlich in meine, aufgrund des Auslandsjahres nur zweiwöchigen, Sommerferien gestartet bin, waren mein Papi und ich meist die Ersten, die morgens wach und vor allem auf dem Weg zur Arbeit, beziehungsweise ins Labor waren. Und da braucht man schon einen ordentlichen Motivationsschub. Ich, wenn ich so früh aufstehen muss, dass wenige Stunden zuvor erst die letzten meiner Mitbewohner vom Feiern heim und ins Bett gegangen sind und nun natürlich bis mittags ausschlafen- und Papa, weil er aufstehen muss, wenn der Rest der Familie Sommerferien hat, oder mal zwei Wochen Urlaub macht.

Mein Motivationsschub waren die selbst gebackenen Croissants, die ich am letzten Sonntag Abend vorbereitet, über Nacht in den Tiefkühlschrank gepackt hatte und letzten Montag Morgen dann nur fünf Minuten länger aufbacken musste.

 

Allerdings lassen die sich so schlecht mit der Post verschicken lassen, weil sie wahrscheinlich das ganze Packet vollbröseln, trotz ganz viel Luftpolsterfolie irgendwie zerbrechen würden, oder der Paketbote das Päckchen kurzerhand selbst öffnen würde, weil es so gut nach frischen Croissants duftet.

Deswegen habe ich meinen Papi kurzerhand mit Witzen bombardiert- und er hat auch, ganz brav, über jeden einzelnen gelacht. Von >was ist gesund aber traurig? — ein Schmollkornbrot!< über >was ist bunt und rennt über den Tisch? — ein Fluchtsalat!< bis zu >was sind die Lieblingskekse von Autos? — Parkplätzchen<. Ich stell mir das ja sehr nett vor, wie mein Papi im Büro sitz und aufs Handy schaut und plötzlich laut auflacht. Das heitert jedes Meeting auf!

Ein Foto von den Croissants hab ich ihm übrigens nicht geschickt, das wäre wohl zu fies gewesen. Aber vielleicht schaffe ich es, in den kurzen „Sommerferien daheim“ noch einmal, Croissants zu backen- ich würde ihm dann auch welche einfrieren, sodass er sie morgens nur schnell aufbacken muss- dann kann ich nämlich morgens auch ausschlafen anstatt in der Küche zu stehen.

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{sweet life} Brownie mit Erdbeerquark, ein Sommerabend.

Dinge, die ich gerne mag: Kuchen backen, jemandem eine Freude machen, Sommerabende, im Freien Essen, Wein trinken (ein bisschen), Sterne sehen. Und so habe ich mit den letzten selbstgepflückten Erdbeeren einen Brownie mit Erdbeerquark gebacken, bin in meine silbernen Birkenstock geschlüpft und habe einen Freund besucht. Und so saßen wir dann an Tisch (fast) auf dem Feld, unter freiem Himmel und haben Erdbeer-Brownie gegessen und ein wenig Wein getrunken.

Auf einer Skala von 1-10 war ich mich da eine glücklich 11. Eine glückliche 11 mit einem Bauch voller Brownie mit Erdbeerquark und vielleicht schon ein wenig Wein, der Richtung Kopf gestiegen war.

Wahrscheinlich darf ich mir jetzt anhören lassen „das ist so typisch Sofie“, „das ist so mädchenhaft“. Ein bisschen Wahres ist jedoch wohl auch dabei, immerhin kommt diese Blogbeitrag ganz schön rosa daher und meine Sommersandalen in silber sprechen ja schließlich auch für sich. Also bin ich eben für einen kurzen Moment Blogbeitrag mädchenhaft, kitschig und glücklich damit.

„Ernsthaft-sein“ kann bis zum nächsten Morgen warten- für den einen Abend wollte ich einfach, mit silbernen Sommersandalen, rosa Erdbeerquark-Brownie unter dem Sternenhimmel verputzen.

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{sweet life} Mango Sorbet und warum ich meine WG vermissen werde, Klappe die 1.

Lange geplant sind es jetzt doch nur mehr ein knapper Monat, bis mein Auslandsjahr losgeht. So viel Abenteuer! Aber bei all dem Abenteuer werde ich doch meine WG vermissen. Ganz einfach, weil ich dann ja alles Gebackene und das ganze Eis selber essen muss.

Noch vor einer Woche standen sie plötzlich alle auf dem Balkon, legten sich dekorativ in die Hängematte oder auf die Couch, jedenfalls bis ich meine Kamera ausgeschaltet habe und den Deckel auf die Linse gesetzt habe. Dann hieß es plötzlich „Sofie, was hast du denn daaa?“, „was hast du denn da schon wieder Feines gemacht?“ und „darf man das mal probieren?“.

„Klar darf man probieren.“ – Und hast du nicht gesehen, hatten sie plötzlich alle einen Löffel in der Hand um keine Minute später glücklich Mango Sorbet zu löffeln. Ich behaupte mal ganz frech, dass auch meine WG mich ein wenig vermissen wird- also mein Eis auf jeden Fall.

Was für ein Glück, dass ich ja nur ganz zufällig einen Blog schreibe und alle Rezepte immer schön brav festhalte. Somit müssten sie sich ja nächstes Jahr nur das Rezept für „kannst du mal wieder deinen Karottenkuchen backen“ oder „oh, das Erdbeereis war so lecker, machst du das mal wieder“ selber heraussuchen und sich in die Küche stellen. So leicht wäre das. Und bei Problemen wäre ich per Handy oder Skype in wenigen Minuten erreichbar und könnte jeden einzelnen Schritt diktieren.

So leicht wäre das- aber da diese Chaoten wahrscheinlich in der Aufregung Zucker und Salz verwechseln würden, muss ich wohl vor Weihnachten mal ein Plätzchen-Paket schicken. Mango-Sorbet kann ich allerdings keines versprechen- das würde a) schmelzen und b) würde ich das wahrscheinlich aus Versehen selbst aufessen.

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{sweet life} Schokoladeneis; wenn die Laune ganz schlimm wird

Auszug aus einem WhatsApp-Chat:

13:43 >>Und wenn die Laune ganz schlimm wird, hab ich noch selbstgemachtes Mango- und Schokoladeneis im Tiefkühlfach.<<
18:05 >>Mango hab ich gefunden, Schokolade nicht. Mango ist megagut. Megasüß von dir.<<
18:20 >>Schoko ist unter der Tiefkühlpizza versteckt. Aber das nicht vollkommen aufessen bitte..<<
21:17 >>Damit fang ich morgen an hehe.<<
21:17 >>Wehe wenn das weg ist.<<
00:07 >>Eis ist übrigen umfangreich getestet und für gut befunden worden hehe.<<

Glücklicherweise war, als ich Sonntag Abend wieder nach Hause gekommen bin, noch eine Portion Schokoladeneis übrig. Ich wollte das Eis nämlich noch fotografieren. Beziehungsweise, das war eigentlich eine Ausrede- in Wahrheit wollte ich einfach auch noch etwas vom Schokoladeneis abhaben.

Denn ich hab nämlich endlich ein Rezept für phänomenaltastisches Schokoladeneis gefunden, dass auch nach dem Einfrieren nicht hart wie Beton wird. Da es aber endlich mal richtig sommerlich warm war und über 30° hatte, ist es mir beim Fotografieren aber fast davon geschmolzen. Aber dann hatte ich wenigstens einen gerechtfertigten Grund, das Eis direkt zu verputzen.

Und jetzt warte ich eigentlich auf die WhatsApp Nachricht, wann ich denn mal wieder Schokoladeneis mache- oder der Lernstress zu viel wird. Ich bin jedenfalls gewappnet gegen schlechte Laune, schließlich hab ich eine Eismaschine.

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