{sweet life} „mei so a Schmarrn“ — Kaiserschmarrn aus dem original bayrischen Kochbuch

Sochn gibts, de deafs goa ned gebn neda. ge weida. mei so a Schmarrn!

so ein Kaiserschmarrn! aus meinem bayrischen Kochbuch (auch wenn ich mir immer noch nicht sicher bin, ob der nicht eigentlich österreichisch ist), schmeckt so wie der von Oma. oder von Mama, aber Mama hat ihn sicher von Oma, genauso wie die Tatsache, dass man an der Sprache hört, mit wem telefoniert wird: wenn es bayrisch klingt, redet Mama gerade mit Oma.

deswegen ist Kaiserschmarren etwas Bayrisches für mich, oder auch wegen der unzähligen, riesigen Portionen Kaiserschmarren, welche auf Wanderungen oder beim Boarden in mich verschwunden sind.

 deswegen hab ich mich gleich noch viel bayrischer gefühlt, als ich ein riesiges Blech voll duftendem Kaiserschmarren aus dem Ofen geholt habe und den italienischen Austauschstudenten als Abschiedsessen serviert habe.

deswegen hab ich gleich wieder angefangen, bayrisch zu reden. aber das versteht ja im Schwabenland keiner und die Italienerinnen erst recht nicht. also habe ich eine Gabel Kaiserschmarren in meinen Mund geschoben, getreu dem Motto „der Genießer schweigt und genießt“ — sicher auch aus dem Bayrischen eingedeutscht, nicht nur wegen der Wortdopplung nicht, sondern auch wegen unserer Essenskultur

für 4 hungrige Kaiserschmarren–Esser (ich hatte die Portion verdoppelt und damit gerade so alle satt bekommen..):

  • 300g Mehl
  • Salz
  • 50g Zucker
  • 500ml Milch
  • 5 Eier
  • 50g zerlassene Butter + ein wenig mehr
  • 80g Rosinen
  • 1 El Aprikosenmarmelade
  • Puderzucker
  • Apfelmus

Die Rosinen mit der Aprikosenmarmelade mischen und heißes Wasser darüber gießen, so dass die Rosinen bedeckt sind.

Mehl, Zucker und Salz mischen, die Eier trennen und die Eigelbe mit Milch und Butter mischen. Alles zu einem glatten Teig rühren, die Eiweiße steif schlagen und unterheben.

In einer großen Pfanne etwas Butter zerlassen und eine große Schöpfkelle Teig hineingeben. Eine Handvoll Rosinen darüber verteilen und den „dicken Pfannkuchen“ anziehen lassen. Wenn die Unterseite goldbraun ist, vorsichtig wenden und auch von der anderen Seite leicht anbräunen. Mit dem Pfannwender in (nicht zu kleine!!) Stücke teilen und wenn diese von allen Seiten goldbraun sind, die Portion auf ein gebuttertes Backblech geben. Das Blech kann bis zum Servieren im Ofen bei 50° gelagert werden, so ist alles gleichzeitig fertig und der Schmarren bleibt warm.

Dick mit Puderzucker bestäuben, mit Apfelmus oder Zwetschgenröster servieren und genießen.

Und wer was dagegen sagt — der bekimmt wos z´hern. schleichts eich!
 So viel Liebe, wie die Sonne Strahlen hat,

Sonnensofie

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8 Gedanken zu “{sweet life} „mei so a Schmarrn“ — Kaiserschmarrn aus dem original bayrischen Kochbuch

  1. Da läuft einem ja schon bei diesen Fotos „da Soafe im Mei zam“. Was sie nicht geschrieben hat: Dass die Italienerinnen und die anderen MitesserInnen wohl vollkommen zu Recht begeistert waren…

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