Stollen ohne alles oder wer hat denn all die Plätzchen aufgegessen?

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Stellt euch vor, es sind noch 5 Tage bis Weihnachten. Beziehungsweise genauer gesagt 4, denn am 24. selbst steht sowieso das ganze Haus Kopf. Jedenfalls, es ist nicht mehr lang hin und plötzlich, plötzlich sind alle Plätzchen-Vorräte leer. Was ein Schreck- denn dabei hat sich für Weihnachten die ganze Großfamilie angekündigt und schon Papa und die kleinste Schwester verputzen gut und gerne einen ganzen Plätzchenteller zusammen. (In der Weihnachtszeit darf man das aber ausnahmsweise- das war kein Geschimpfe)

Es muss also nachgebacken werden. Und zwar nicht zu kompliziert und aufwendig, denn eigentlich müsste ja noch so viel erledigt werden: die letzen Geschenke besorgen, alles einpacken, Karten schreiben, Großputz machen, Zimmer aufräumen und eigentlich wollte man ja auch noch einen oder zwei Abende in Ruhe mit einem Glas Glühwein auf der Couch verbringen und die Füße hochlegen. Aber was solls- es muss gebacken werden. Also gibt es Stollen und zwar ganz ohne Hefe und Quark und was weiß ich noch alles. Und bevor jetzt die Proteste laut werden- der Stollen ohne alles, der kann echt was.

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Natürlich ist mir das jetzt nicht so passiert. Erstens, weil meine Mitbewohnerin hier im Ausland immer noch Veganerin ist und deswegen meine Butterplätzchen und Eierkuchen leider nicht essen möchte, zweitens, weil ich wie gesagt noch im Ausland bin und mich eher weniger damit beschäftige, wie viele Plätzchen es an Weihnachten gibt, sondern noch zwei Klausuren schreiben muss und dann hier meine Zelte abbreche- und damit eindeutig genug zu tun habe- und drittens, weil ich weiß, dass Mama (mit Hilfe meiner Schwestern) wahrscheinlich wieder stapelweise Plätzchen gebacken hat und wir noch bis Mitte Januar glücklich Krümmelreste verputzen werden.

Den Stollen ohne alles habe ich trotzdem gebacken. Ich hatte nämlich Lust auf Stollen, aber die Niederländer haben davon leider nicht so viel Ahnung und ich hatte am Sonntagmorgen leider weder Hefe, noch Quark im Haus. Und warten ist sowieso nicht so mein Ding, deswegen wollte ich den Stollen auch am selben Tag noch probieren, anstatt drei Wochen zu warten. (Und der Form halber werde ich auch weiterhin von Stollen sprechen- nicht das wieder Proteste laut werden- ich weiß, was einen originalen Stollen ausmacht und das hier ist sicher keiner.)

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Ihr braucht:

  • 500g Mehl
  • 200g Butter
  • 100g Zucker
  • 1 Ei
  • Salz
  • 50ml Milch
  • 2 Tl Stollengewürz
  • 50g Nüsse geröstet und gehackt
  • 50g Mandeln abgezogen und gehackt
  • 50g Zitronat gehackt
  • 50g Rosinen
  • 100g Marzipan
  • 2 El Butter
  • Puderzucker

Mehl, Zucker, eine Prise Salz und das Stollengewürz mischen. Butter und Milch erwärmen und mit dem Ei zu den trockenen Zutaten geben und zu einem glatten Teig verkneten. Die Nüsse, das Zitronat und die Rosinen unterheben.

Das ganze zu einem länglichen Laib formen, das Marzipan zu einem Strang formen und auf der Höhe etwa eines Drittel der Breite des Laibes platzieren. Die andere Hälfte überschlagen, sodass das Marzipan letzendes mittig platziert ist. Den Stollen bei 180° Umluft etwa 30-35 Minuten lang backen, bis er goldbraun ist. Dann mit der restlichen geschmolzenen Butter bestreichen und dick mit Puderzucker bestäuben.

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So viel Liebe, wie die Sonne Strahlen hat,

Sonnensofie

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