Kuchen-Tinder-Profi, oder das perfekte Date zum Nachmittagstee

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Ich bin Tinder-Profi, genauer gesagt Kuchen-Tinder-Profi. (Hier eine kurze Erklärung für die Generation, die nicht weiß, was Tinder ist- keine Sorge, ihr habt bisher nichts verpasst. Tinder ist eine App, auf der man durch links- oder rechts-wischen die Profile der anderen App-Nutzer anziehend findet. Falls man ein „Match“, einen beidseitiger Treffer, landet, wird ein wenig oberflächliche Konversation geführt und diese endet meist mit einem unverfänglichen Date.) Was macht mich also zum Kuchen-Tinder-Profi?

Nun ja, mein Status auf Kuchen-Tinder lautet „Studentin mit Kuchenhunger“ und ich suche nicht nach einem one-night-stand, sondern dem one-afternoon-stand, dem perfekten Date fürs Kaffeekränzchen: er sollte gut aussehen, fein duften und nicht meckern, wenn er aufgegessen wird.

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Also, Wischkastl raus und losgewischt: Trockene Haferkekse nach links, die will ich nicht. Käsefüße auch nach links, irgendwie hab ich gerade mehr Lust auf was Süßes. Die Schwarzwälderkirschtorte sieht zwar verlockend aus, aber für so was Extravagantes hab ich gerade echt nicht die Geduld. Die Biskuitrolle mit Heidelbeermarmelade sieht ganz verlockend aus, mal probeweise nach rechts gewischt. Für die Brownies habe ich leider nicht genug Kakaopulver da, also wieder nach links wischen. Aber der Gugelhupf mit Buttermilch sieht doch ganz nett aus, vielleicht ergibt sich da ja was, also nach rechts gewischt und *zack* „it´s a match!“. Wie wunderbar, dann habe ich doch mein heutiges Kaffeetafel-Date gefunden. Mit Orangenschale im Teig, damit er fein duftet und mit weißer Schokolade und Cranberries herausgeputzt- sieht er nicht klasse aus?

Aber psst.. eine Sache gibt es, die kann ich noch besser als Kuchen-Tindern: und das ist, den Kuchen anschließend zu verputzen. Sollte ich mir je das richtige Tinder holen, ist eh klar: Wenn man Date keinen Kuchen mag, wird das nichts mit uns!

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Gewürzmuffins und der Grusel-Tatort; genug Halloween für 3 Jahre

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Halloween und ich wir werden nicht so warm miteinander. Ich bin allgemein kein Fan von Grusel, Gespenstern und Horror. Horrorfilme schaue ich gar nicht erst an, und bei gefährlichen Stellen beim Tatort halte ich mir normalerweise schon die Augen zu.

Umso schlimmer war für mich damit der Tatort von gestern Abend, der eher ein besserer Horrorfilm war: mit Geistern und Erscheinungen und explodierenden Glühbirnen. Am Liebsten hätte ich mir den ganzen Film über die Decke über den Kopf gezogen, aber leider hat die Neugier gesiegt und somit habe ich die gefährlichen Stellen teilweise doch gesehen. Kann mir mal bitte jemand erklären, warum Menschen in Filmen trotzdem in den Keller gehen, wenn sie wissen, dass es dort spukt? Ich würde schreiend davon laufen und mich daheim in meinem Bett verstecken.

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Aber nein, die tapferen Tatort-Kommissare mussten ja auf dem Dachboden und im Keller nach dem Geist der toten Uroma suchen und ihr dann auch prompt in die kalten, glitschigen Arme laufen. Mein Horror-Budget für Halloween, nein für die nächsten 3 Jahre, ist damit abgedeckt.

Jetzt haben meine Mitbewohnerin die Wohnungstüre ganz fest zugeschlossen, alle Fenster verriegelt und sind in unsere Betten gekrochen. Hoffentlich überstehen wir die Nacht ohne Albtraum und ab morgen ist das Höchste der Halloween-Grusel-Gefühle wieder die Portion Zuckerstreusel auf meinen Muffins. Das schwöre ich bei allen guten Geistern. Auch wenn ich von Geistern wieder ganz viel Abstand nehmen werde- gaaaaaanz viel!

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Apfel Crumble, Tee-Kränzchen und Flachwitze

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Ich möchte an dieser Stelle ein großes Dankeschön an die beste WG überhaupt aussprechen. Dafür, dass wir zusammen laut Musik hören können und dazu schräg mitsingen und tanzen, egal wie schief der Gesang ist, oder das unser Tanzen eher nach Winkekatze aussieht, als nach „hippes Mittanzen“. Danke dafür, dass wir uns ganz unausgesprochen jeden Tag zum „Tee-Kränzchen“ in der Küche einfinden, sodass mein Teekonsum mittlerweile sogar meinen Kaffeekonsum übersteigt (und Danke dafür, dass der Erste der morgens aufsteht, dennoch Kaffee kocht und das Aufstehen somit etwas leichter fällt).

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Danke dafür, dass ihr mich nicht dafür auslacht, dass ich bei 8 Grad und leichtem Nebel, strumpfsockig auf dem Balkon stehe und einen Apfel Crumble fotografiere, bevor ihr diesen endlich essen dürft. Nein, ihr fangt auch schon selber an, Kekse zu backen und diese im Hinterhof zu fotografieren (mit extra Laub im Bild, damit es auch schön herbstlich aussieht). Und Danke, dass ihr über meine Flachwitze lacht, auch wenn ich mit Butter und Zucker deutlich besser umgehen kann, als mit Pointen.

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Suche Freund mit Informatik-Kenntnissen, biete Kekse

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Ach ich ärgere mich so. Immer und immer wieder hat mich mein Papa ermahnt, Speicherkarten und -sticks nicht zu früh aus dem Computer zu entfernen, weil die Daten sonst verloren gehen könnten. Und so selten ich mich bisher daran gehalten habe, so oft hat es doch geklappt. Aber ich, Miss Ungeduld in Person, musste wohl erst einmal auf die Nase fallen, bis ich den Tipp verinnerlichen kann. Hätte ich mal besser zugehört und im auch Folge geleistet.

Meine Kameraspeicherkarte ist jetzt jedenfalls kaputt und alle Fotos, die ich letzte Woche gemacht habe, sind weg. *zack und puff weg* Und die Fotos waren doch so schön, habe ich doch letztens noch meinen Geburtstag gefeiert und die schönste schwedische Kaffeetafel hergerichtet, im herbstlichen Nachmittagslicht fotografiert und mich so auf den Beitrag über meinen „Geburtstag mit Fika“ gefreut. Aber, die Fotos sind ja leider nun weg.

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Wobei, noch besteht ein geringer Rest an Hoffnung. Nun ist zum Glück der Freund meiner besten Freundin Informatiker und hat sich Bereit erklärt, im Austausch gegen Kuchen und Kekse, sich mal meiner Speicherkarte anzunehmen und versuchen wenigstens ein bisschen was zu retten. Deswegen habe ich jetzt beschlossen: ich suche ab heute einen Freund, der Informatiker ist, oder irgendwelche nützlichen Fähigkeiten hat- ob das nun Steuererklärung-Schreiben, Fahrrad-Reparieren oder eben Technik-Pflege ist.

Im Gegenzug biete ich auch eine wöchentliche Ration an Keksen und Kuchen, jeder soll schließlich das machen, was er kann. (Und Technikzeug liegt mir ja leider nicht so *hust Speicherkarte hust*, dafür Backen umso mehr- denn diese Biscotti mit Pistazien und Orangenschale sind der absolute Knaller!!)

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Mango Mascarpone Palatschinken

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Das Pfannkuchen Pfannkuchen und nicht Omelette heißen haben wir ja hier letztes Jahr schon festgehalten (siehe hier. Interkulturelles Streitgespräch). Aber jetzt kommen plötzlich die Österreicher dazu und sagen dazu Palatschinken. Schön und gut, aber seitdem meine Mama vor ewigen Jahren einmal einen Palatschinken-Auflauf gemacht hat, sind Palatschinken für mich mit Topfen und Rosinen gefüllte Pfannkuchen, die anschließend Auflauf-mäßig im Ofen gebacken wurden. Wahrscheinlich drehen sich jetzt jedem Österreicher die Fußnägel hoch, aber ihr wisst ja: Kindheitserinnerungen bleiben.

Deswegen gab es neulich bei mir auch keinen Pfannkuchen-Auflauf, erst recht keinen Omelett-Auflauf oder Eierkuchen mit Quarkfüllung. Es gab Palatschinken aus dem Ofen, mit Mango-Mascarpone-Füllung und Honig-Pinienkernen.

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Und es ist vielleicht nicht gerade das fotogenste Essen, aber mit Abstand der feinste Palatschinken-Auflauf, den ich seid langer Zeit hatte. Also, liebe Österreicher, aufgepasst: nörgeln ist erlaubt, aber erst müsst ihr den Auflauf nachmachen und probieren. Vielleicht kann ich euch ja noch überzeugen.

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