Apfel Crumble, Tee-Kränzchen und Flachwitze

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Ich möchte an dieser Stelle ein großes Dankeschön an die beste WG überhaupt aussprechen. Dafür, dass wir zusammen laut Musik hören können und dazu schräg mitsingen und tanzen, egal wie schief der Gesang ist, oder das unser Tanzen eher nach Winkekatze aussieht, als nach „hippes Mittanzen“. Danke dafür, dass wir uns ganz unausgesprochen jeden Tag zum „Tee-Kränzchen“ in der Küche einfinden, sodass mein Teekonsum mittlerweile sogar meinen Kaffeekonsum übersteigt (und Danke dafür, dass der Erste der morgens aufsteht, dennoch Kaffee kocht und das Aufstehen somit etwas leichter fällt).

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Danke dafür, dass ihr mich nicht dafür auslacht, dass ich bei 8 Grad und leichtem Nebel, strumpfsockig auf dem Balkon stehe und einen Apfel Crumble fotografiere, bevor ihr diesen endlich essen dürft. Nein, ihr fangt auch schon selber an, Kekse zu backen und diese im Hinterhof zu fotografieren (mit extra Laub im Bild, damit es auch schön herbstlich aussieht). Und Danke, dass ihr über meine Flachwitze lacht, auch wenn ich mit Butter und Zucker deutlich besser umgehen kann, als mit Pointen.

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Suche Freund mit Informatik-Kenntnissen, biete Kekse

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Ach ich ärgere mich so. Immer und immer wieder hat mich mein Papa ermahnt, Speicherkarten und -sticks nicht zu früh aus dem Computer zu entfernen, weil die Daten sonst verloren gehen könnten. Und so selten ich mich bisher daran gehalten habe, so oft hat es doch geklappt. Aber ich, Miss Ungeduld in Person, musste wohl erst einmal auf die Nase fallen, bis ich den Tipp verinnerlichen kann. Hätte ich mal besser zugehört und im auch Folge geleistet.

Meine Kameraspeicherkarte ist jetzt jedenfalls kaputt und alle Fotos, die ich letzte Woche gemacht habe, sind weg. *zack und puff weg* Und die Fotos waren doch so schön, habe ich doch letztens noch meinen Geburtstag gefeiert und die schönste schwedische Kaffeetafel hergerichtet, im herbstlichen Nachmittagslicht fotografiert und mich so auf den Beitrag über meinen „Geburtstag mit Fika“ gefreut. Aber, die Fotos sind ja leider nun weg.

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Wobei, noch besteht ein geringer Rest an Hoffnung. Nun ist zum Glück der Freund meiner besten Freundin Informatiker und hat sich Bereit erklärt, im Austausch gegen Kuchen und Kekse, sich mal meiner Speicherkarte anzunehmen und versuchen wenigstens ein bisschen was zu retten. Deswegen habe ich jetzt beschlossen: ich suche ab heute einen Freund, der Informatiker ist, oder irgendwelche nützlichen Fähigkeiten hat- ob das nun Steuererklärung-Schreiben, Fahrrad-Reparieren oder eben Technik-Pflege ist.

Im Gegenzug biete ich auch eine wöchentliche Ration an Keksen und Kuchen, jeder soll schließlich das machen, was er kann. (Und Technikzeug liegt mir ja leider nicht so *hust Speicherkarte hust*, dafür Backen umso mehr- denn diese Biscotti mit Pistazien und Orangenschale sind der absolute Knaller!!)

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Mango Mascarpone Palatschinken

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Das Pfannkuchen Pfannkuchen und nicht Omelette heißen haben wir ja hier letztes Jahr schon festgehalten (siehe hier. Interkulturelles Streitgespräch). Aber jetzt kommen plötzlich die Österreicher dazu und sagen dazu Palatschinken. Schön und gut, aber seitdem meine Mama vor ewigen Jahren einmal einen Palatschinken-Auflauf gemacht hat, sind Palatschinken für mich mit Topfen und Rosinen gefüllte Pfannkuchen, die anschließend Auflauf-mäßig im Ofen gebacken wurden. Wahrscheinlich drehen sich jetzt jedem Österreicher die Fußnägel hoch, aber ihr wisst ja: Kindheitserinnerungen bleiben.

Deswegen gab es neulich bei mir auch keinen Pfannkuchen-Auflauf, erst recht keinen Omelett-Auflauf oder Eierkuchen mit Quarkfüllung. Es gab Palatschinken aus dem Ofen, mit Mango-Mascarpone-Füllung und Honig-Pinienkernen.

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Und es ist vielleicht nicht gerade das fotogenste Essen, aber mit Abstand der feinste Palatschinken-Auflauf, den ich seid langer Zeit hatte. Also, liebe Österreicher, aufgepasst: nörgeln ist erlaubt, aber erst müsst ihr den Auflauf nachmachen und probieren. Vielleicht kann ich euch ja noch überzeugen.

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Ricotta Zitronenkuchen mit Heidelbeeren und Minze

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Es ist Herbst geworden. *Zack* und Herbst- so hat es sich jedenfalls angefühlt. Dabei bin ich doch eben noch im Freibad schwimmen gewesen, im kurzen Kleid und barfuß durch die Wohnung gelaufen und habe mich nach Eiskaffee gesehnt. Aber *zack* ist der Herbst da gewesen. Plötzlich ist es abends schon dunkel, wenn ich zum Training aufbreche und morgens, wenn ich aufwache wird es gerade erst hell. Die Bäume werfen ihre bunten Blätter ab und es lassen sich wieder Laubraschel-Spaziergänge machen.

Und es ist ganz schön kalt geworden. So kalt, das die Heizung bereits wieder läuft, ich nur noch mit Kuscheldecke schlafe und mein Tee-Konsum rasant angestiegen ist.

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Am Liebsten trinke ich dabei frischen Minzetee. Diesen habe ich vor einigen Jahren in den Niederlanden kennen- und letztes Jahr in Amsterdam lieben gelernt. Letzten Herbst hatte ich fast immer einen Mindestrauch auf der Fensterbank stehen und dieser hat sogar länger gelebt, als ich es mir mit meinem schwarzen Daumen erwartet hatte. Ein paar Zweige frische Minze werden dabei in einer Tasse mit heißem Wasser aufgegossen, ein bisschen Honig, dazu ein Stück Kuchen und schon ist der Nachmittag nicht mehr ganz so grau.

Und ich weiß, dass Heidelbeeren nicht mehr Saison haben, aber eben war doch noch Sommer!

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Benimmguide für die Wiesn – Tipps für Nicht-Bayern

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Egal wie viel ich dieses Jahr von der Welt auch gesehen haben mag, im Herzen bin ich halt doch ein Münchner Kindl und deswegen zieht es mich jedes Jahr im Herbst nach Hause- nach München, in Richtung des Riesenrads und der Fahrgeschäfte, der Zelte und Buden, die dort meist schon seid ein paar Wochen stehen.

Allerdings kenne ich auch viele Münchner, die das Oktoberfest mittlerweile meiden und das nicht ganz zu unrecht. Solche Menschenmassen, die das Volksfest jedes Jahr stürmen, die Zelte für sich erklären und anschließend im Bierrausch auch anfangen zu randalieren, benimmt man sich etwa so?

Deswegen kommen hier meine absoluten Benimmtipps für die Wiese, vor allem für Nicht-Bayern, aber auch Bayern dürfen „Obacht geben“! Dann schaut ihr beim nächsten Besuch auch nicht aus, als wärt ihr „auf da Brennsuppn dahergschwumma“.. „i sogs fei bloß“.

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Zu allererst ist die Wiesn ursprünglich ein Volksfest, auf dem traditionell ordentliche Tracht getragen wird. Aber damit meine ich auch ordentliche Tracht. Dirndl und Lederhosen von bestimmten Supermarkt-Großketten zählen nicht als Tracht, sondern mehr als Faschingsverkleidung und damit „schleichts eich bitt´sche“ nach Köln. Eine Lederhose wird auch nicht im „Baggy-Style“ lässig herunter hängen gelassen, sondern mit den Trägern „gscheid“ hochgezogen, denn dafür gibts die Träger schließlich. Außerdem muss die Lederhose gut passen und im besten Fall einen „scheenan Oasch“ machen und das geht mit der Hose in den Kniekehlen leider nicht. Fürs Dirndl gilt: manchmal ist mehr mehr- der Rock sollte bitte schon bis zu den Knien reichen, sonst „schauts ihr mehr aus wia a Flitscherl“. Und absolutes No-go sind übrigens Uggs, diese fellgepolsterten Winterstiefelchen, als Schuhwahl, aber das werdet ihr nach einer Runde über die Festwiese eh merken, dass das eine „depperte“ Idee war, die sind danach nämlich hinüber.

Und zu guter Letzt: das Oktoberfest ist nach wie vor ein Volksfest und kein Saufmarathon. Also liebe Leute, „seids ned so hirndapperd“ euch ohne Kopf zu zusaufen. „Bsuffane san einfach nua oraidig“ und außerdem ist das Bier dafür doch eh zu teuer.

Danke!

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