Oatmeal Raisin Cookies. Fika mit Pipi Langstrumpf

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Ich habe Sommersprossen, mal weniger und mal viele viele Sommersprossen. Und ich habe leicht rötliche Haare, natürlich nur rotblond, aber das zähle ich jetzt dennoch mal auf. Denn als ich im Kindergarten einmal mit zwei geflochtenen Zöpfen aufgetaucht bin, die frech an beiden Seiten des Kopfes abstanden, hat mich meine damalige Kindergärtnerin Pipi Langstrumpf genannt. Im ersten Moment fand ich das gar nicht nett, habe natürlich meiner Mama gepetzt und ein Riesen kleines Theater veranstaltet. Danach hat mich meine Kindergärtnerin nicht mehr Pipi Langstrumpf genannt…

Aber ein paar Jahre später, zur Faschingszeit, bin ich dann doch wieder zur Pipi Langstrumpf geworden. Denn ich hasse verkleiden und schminken und Pipi Langstrumpf war eine der wenigen „Verkleidungen“, für die ich nicht viel ändern musste.

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Ich wohne zwar weder in der Villa Kunterbunt, noch habe ich einen Herr Nillsson oder einen kleinen Onkel, aber da mein Papa uns früher Astrid Lindgrens Geschichten oft als Gute-Nacht-Geschichten vorgelesen habe, kenne ich mich dennoch ziemlich gut aus.

Tja und jetzt bin ich in Schweden, spreche schon ein wenig schwedisch, mache jeden Tag Fika mit Kaffee und selbstgebackenen Keksen und gestern habe ich mir wieder mal zwei Zöpfe geflochten. Ich habe mir zwei Zöpfe geflochten, Ringelsocken und meine gelbe Gute-Laune-Regenjacke angezogen und mich ganz wie Pipi Langstrumpf gefühlt.

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Von Spinnen-Cookies und heldenhaften Rettungstaten

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Ich bin nicht gerade ein Fan von Halloween, von Grusel, Horror und Erschrecken ganz zu schweigen. Mir muss man ja beim Filmabend bei den gefährlichen Stellen, also wenn es böse wird, die Decke vor die Augen halten.

Aber tja, ich war nun mal auf einer Halloweenparty eingeladen und mit der üblichen Flasche Wein zu erscheinen, war mir dann diesmal einfach zu langweilig und so habe ich kurzer Hand beschlossen, Spinnenkekse zu backen.

Allerdings mag ich Spinnen noch viel weniger. Ich hüpfe sogar schon schreiend auf, wenn sich nur ein Spinnen-ähnliches Tier in meiner näheren und weiteren Umgebung befindet. So kommt es also, dass ich hin und wieder von meinen treuen Superhelden, die wundersamer Weise keine Angst vor Spinnen haben, gerettet werden muss.

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Superheldin N°1, meine Schwester C, hat das mittlerweile wohl schon so oft gemacht, dass sie die letzten Male sogar den Satz „ist doch nicht so schlimm, schau es ist doch nur eine Kellerassel“ weggelassen hat. Superheld N°2 hingegen, musste als Reaktion auf mein Küchenfoto von den fertigen Spinnenkeksen, noch einmal daran erinnern, dass er mich ja heldenhaft vor jeglichen Spinnen schützen würde- Männer!

Tja, dieses Mal war aber keiner der Superhelden in näherer Umgebung, also musste ich mich den Spinnen-Cookies ganz alleine stellen. Ich war sogar so mutig, dass ich mich getraut habe, von einem der Cookies abzubeißen- erst ein Stück von den Beinen und dann sogar den Körper. Mir läuft es bei der Vorstellung, eine Spinne verputzt zu haben, immer noch kalt den Rücken herunter.

Aber ich habe es geschafft und die Kekse mit viel Mut fotografiert, eingepackt und mit auf die Party gebracht. Und stellt euch nur vor, anstatt der erwarteten Schreie „ihhhh Spinnen“, wurden die Kekse doch glatt als niedlich bezeichnet- komische Menschen, diese Austauschstudenten.

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{sweet life} die besten Cookies überhaupt – heute mit doppelt Schoki

Ob ich schon mal Cookies gebacken habe? Einmal? Zweimal? Nein, das leider nicht. Eher so einige Dutzend Male, mit Schokolade, mit doppelt Schokolade, ohne Schokolade, mit Haferflocken und Rosinen, mit Kokosflocken, mit Erdnussbutter, mit Oreos, mit Kartoffelchips.. seit ich vor fast schon acht Jahren das erste Mal einen Original-Tim-Hortons-Cookie probiert habe sind nicht nur unzählige Cookies in den Ofen gewandert, sondern auch unzählige Rezepte durch meine Hände.

Mal mit Ei, mal ohne, dann unterschiedliche Mengen Mehl, Nussmehl oder Zucker, die Butter durch Erdnussbutter ersetzt oder ganz verrückte Versionen mit nur zwei Zutaten. Und überraschenderweise ist auch fast jedes Rezept irgendwie geglückt, selbst wenn ich mal mit der Optik nicht ganz zufrieden war, wurden sie doch verputzt und hast-du-nicht-gesehen waren sie weg.

Aber doch habe ich irgendwie ein Rezept, welches nicht nur jedes mal funktioniert, sondern auch durchgehend 10 von 10 Cookie-Punkten in Geschmack, Aussehen und Brösel-Eigenschaft abräumt. Ein Cookie-Basis-Rezept, das es mit jedem Tim-Hortons, Starbucks oder Subway mithalten kann (und von denen wurde mir schon öfter vorgeschwärmt, als höflich gegenüber der Cookie-Königin persönlich ist). Ob mit Schokolade, mit doppelt Schokolade oder … ja ihr wisst schon, was ich sagen möchte.

Also heute mein Basis-Rezept für die besten Cookies überhaupt, in einer Version mit doppelt Schokolade. Denn angeblich sollen ja die doppel Schoko-Cookies von Starbucks ja sooo gut sein, dass meine da nicht mithalten können. Jaja, Klappe halten und einen Cookie probieren – bis jetzt hab ich noch jeden überzeugt.

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{sweet life} Schokocookies mit Meersalz; und worüber ich mich aufregen könnte

Ich hab einen Auftrag an euch: stellt euch vor, backt diese super-schokoladigen-Nutellakekse nach, legt sie alle vor euch auf einen Teller und dann sagt ihr euch „nein – ich verzichte auf Schokolade.“

Auf Schokolade verzichten? Wie soll denn so was gehen? Menschen, die das wirklich absichtlich machen, nur um auf Schokolade zu verzichten, kann ich einfach nicht verstehen -darüber könnte ich mich echt aufregen! Ich meine, es geht hier immerhin um Schokolade, unter anderem ein wissenschaftlich bewiesenes Antidepressivum. Gummibärchen brauch ich nicht, Chips machen klebrige Finger und Softdrinks iiih wirklich? Aber Schokolade? Nicht dass ich täglich drei Tafeln inhalieren würde, aber wieso sollte ich auf etwas verzichten, was ich gerne mag? Damit wird man doch auch nicht glücklich.

Was ein Glück, dass meine Mitbewohner da wohl ähnlich ticken, denn von diesen super-schokoladigen-Nutellakeksen habe ich einen einzigen erwischt – direkt nach dem Backen zum Probieren. Die restlichen 15 hatte ich am Abend auf den Tisch gestellt und schon nach dem ersten Kartenspiel waren sie alle – bis auf den letzten Krümel – ratzeputz aufschnabuliert.

Was soll ich sagen. Entweder meine Mitbewohner waren hungrig (allerdings war kurz davor noch gekocht worden), ihnen war langweilig (beim Kartenspielen, ach neeee), die Kekse waren einfach supergut (das schon eher) oder sie sind eben auch ein wenig schokoverrückt – und das finde ich prima so.

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{sweet life} Psycho-Schoko-Cookies

Psycho-Schoko-Cookies. Es gibt eigentlich keinen Namen, der besser passt für die Brownie-ähnlichen noch warmen Schoko-Cookies mit weichem Kern und geschmolzenen Schokostückchen. Ich habe ja schon einige unzählige Backbleche Cookies gebacken, aber diese sind sofort auf Platz 1 gelandet, mit weitem Abstand zu Platz 2, jedenfalls gemessen an der Reaktion meiner größten Cookie-Monster-Mitbewohner, meiner Cookie-Testesser.

Sie haben sich wahrhaftig um einzelne Cookies gestritten, die besonders warm und weich und schokoladig aussahen. Mit Psycho-Schnick-Schnack-Schnuck wurde geregelt, wer noch einen zweiten oder dritten Cookie haben durfte — ich war ja schon nach einem einzigen im „Schoko-Himmel“, beziehungsweise „death by chocolate“.

Ich bin ja froh, dass wenigstens noch ein paar Cookies am Schluss über geblieben sind für das Foto, denn schon nach ca 10 Minuten war die erste Runde aufgegessen. Bis auf den letzten Krümmel. Und ich habe das zweite Backblech wirklich aus der Küche tragen müssen und im Zimmer verstecken, denn „nein-sagen“ und jemanden einen Cookie verweigern; das kann ich nicht, das bring ich einfach nicht übers Herz.

Nur ein Problem habe ich: eine Bestellung über 1000 solcher Schokocookies — das ist dann vielleicht doch etwas zu viel des Guten und apropos „death by chocolate“: glückselig auf dem Sofa, halb liegend halb sitzend, meinte ein Mitbewohner dann nur noch „jetzt kann ich sterben“.

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