Grießbrei mit Rhabarberkompott

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Grießbrei ihhh bäh. Das mag ich nicht. Ich ess doch nichts mit der Konsistenz eines Frosches, der gerade durch den Mixer gedreht wurde. Entschuldigt diesen krassen Vergleich, aber auch wenn ich sonst nicht gerade pingelig bin, mein Essen sollte dann doch bitte nicht die Konsistenz von Schleim aufweisen.

Ich esse gerne was mit Knack, mit Biss, etwas, für das man noch alle Zähne braucht. Ich werde noch früh genug in ein Alter kommen, in dem ich Haferbrei meinem Crunchy Müsli vorziehe, nur damit ich mir meine 5.Zähne nicht verkratze.

Aus diesem Grund habe ich die Haferbrei-Phase des Herrn Ober-Keksverkosters letzten Herbst nicht mitgemacht und sogar abgelehnt, als er mir morgens anbot, Frühstück zu machen.

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Dementsprechend war ich auch nicht sehr begeistert, als er hier in Schweden plötzlich Grieß aufs Kassenband gelegt hat. Grießbrei ist ja noch schlimmer als Haferbrei, noch weniger „knack“. Und dann hat er von diesem Grieß gerade mal 5% verwendet und mir den Rest hier im Schrank stehen lassen. Was soll ich denn damit? Grießbrei ist doch absolut ekelig. Oder auch: Was die Sofie nicht (gut) kennt, das isst sie nicht.

Irgendwie habe ich mich dann aber doch an den Grieß herangewagt. Mit Milch, etwas Zimt und viel Rhabarberkompott habe ich mir dann so eine Portion Schleim auf den Teller geklatscht und vorsichtig einen Löffel probiert. Und ich muss zugeben: das ist gar nicht mal so schlecht. Vollständig überzeugt hat mich die Frühstückspampe noch nicht, aber so ab und an, mit selbstgekochtem Rhabarberkompott, oder im Sommer vielleicht mit Aprikose, das hat Potential.

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Ombre Pancakes und warum ich lieber nicht zur königlichen Familie gehören möchte

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Eine Freundin verlieh mir neulich den Titel „Königin des Frühstücks“. Wir hatten an dem Morgen ein entspanntes und vor allem ausgedehntes Frühstück geplant und somit hatte ich verschiedene Beeren, heißen Kaffee, frisch gepressten Orangensaft und einen Stapel Pancakes aufgedeckt; Was man eben für ein schönes, langes Frühstück so braucht.

„Königin des Frühstücks“ also- somit habe ich mal eben den Ritterschlag, das Einheiraten in die königliche Familie und die Krönung zur Königin, nachdem der Ehemann als „echter“ Adeliger natürlich offizieller Thronfolger, leider aber unglückerweise bei einem Unfall mit dem Pferd in der Badewanne erstickt vorgefunden wurde.

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Dabei wollte ich nie wirklich zur königlichen Familie gehören, auch das Prinzessinnen-dasein war für mich nie so ganz das Glitzernde Gelbe vom Ei. Immer müsste man schicke Kleider tragen, kein Jogginghose-Tag, kein Casual-Friday, kein Sonntag im Schlafanzug. Ich müsste in hohen Schuhen zu feierlichen Anlässen stolzieren und dann brav stundenlange Reden über mich ergehen lassen und wenn mir beim Krone-zurecht-rücken ein bisschen Nagellack vom kleinen Finger absplittern würde, wäre das wohl das gefährlichste am ganzen Tag.

Ich könnte noch weitaus mehr Argumente aufführen, warum ich eindeutig nicht zur königlichen Familie gehören möchte, aber ihr würdet wahrscheinlich vor eueren Bildschirmen einschlafen, wie ich, wenn ich stundenlang Familienstammbäumen auswendig lernen müsste, um beim nächsten Treffen mit dem Thronfolger von Was-weiß-ich-wo mich nicht wieder zu blamieren. Kurzgesagt, ich bin froh, dass ich nur „Königin des Frühstücks“ bin- denn frühstücken kann ich im Schlafanzug und muss deswegen nicht die ganze Zeit befürchten, dass der königliche Hof-Fotograf gleich um die Ecke biegt.

Und wenn mir beim Pfannkuchen ausbacken ein wenig Nagellack vom kleinen Finger absplittert, dann ist das auch nicht weiter schlimm.

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Goedemorgen med Pannenkoeken #ikspreektnederlands

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„Ik spreekt Nederlands“; jedenfalls gebe ich mir alle Mühe dabei, mich an meine neue Umgebung zu gewöhnen. Integration nennt sich das, glaube ich. Und anscheinend klappt das auch schon ganz gut, sowohl im Supermarkt werde ich schon fließend auf Niederländisch angeplappert, als auch auf meiner täglichen Laufrunde von entgegenkommenden Joggern oder einer griesgrämigen alten Damen, die sich (glaube ich) lautstark darüber aufgeregt hat, dass ich auf dem „fietspad“ lief.

Ich hätte ja nicht wirklich gedacht, dass ich irgendwann noch einmal fleißig eine moderne Fremdsprache lerne, aber ich mache Fortschritte. Und hast du nicht gesehen, plappere ich in einem Monat auch alle in Lichtgeschwindigkeit auf Niederländisch zu. Naja, ich sollte wohl nicht übertreiben mit meinen Sprachkünsten.

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Aber was ich schon wirklich richtig gut kann, ist Niederländisch essen. Ob Pannenkoeken zum Frühstück oder Kaasbroodjes als Mini-Picknick während ich am Rand einer Gracht sitze, die Beine baumeln lasse und das Amsterdamer-Treiben beobachte. „Dutch Pancakes“ oder „Pannenkoeken“ bekommt man hier übrigens an jeder Ecke, es gibt sogar Lokale, die sich nur darauf spezialisiert haben.

War also klar, was ich am nächsten verregneten Tag, nach langem Ausschlafen, frühstücken würde. Pannenkoeken mit Apfel und Rosinen und viel Karamellsirup. Bei so einem leckeren Spätstück kann man dann auch mal glatt vergessen, dass man ja noch neu hier ist und außerdem war doch schon immer klar, dass Essen die beste Medizin gegen Heimweh ist- ich sag ja nur..

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Heidelbeer French Toast. Hallo Amsterdam!

Nun also bin ich das dritte Mal aufgewacht, in Amsterdam- das Abendteuer Auslandsjahr hat begonnen und schon jetzt gefällt es mir ziemlich gut. Noch bin ich eindeutig am Erkunden und Entdecken- der Stadt, des Campus, der WG-Küche- ein wenig geschockt war ich schon, als ich hier ankam und es keinen Ofen gab. Das muss man sich mal vorstellen, ich und kein Ofen in Sichtweite. Aber zum Glück ist dieses Problem jetzt so gut wie gelöst und ich kann demnächst wieder ordentlich das Nudelholz schwingen.

Schließlich muss ich mich ja auch an einigen Niederländischen Klassikern probieren. Klar, Pannenkoeken würde ich auch noch ohne Ofen hinbekommen, aber für Spekuloos bräuchte ich dann spätestens an Weihnachten dringend einen Ofen. Und die Niederländer sollen hier auch mal ordentlich deutschen Apfelkuchen zu essen bekommen undundund- naja jedenfalls wäre ich ohne Ofen echt irgendwann aufgeschmissen gewesen.

Aber wie gesagt, das hat sich so gut wie gelöst. Und bis dahin hab ich sowieso noch ein paar Rezepte in der Warteschlange- denn die letzte Woche in Tübingen bin ich noch einmal kreativ explodiert und habe verschiedenstes gebacken- natürlich unter dem Vorwand, dass ich meine Vorräte an Mehl und Zucker ja irgendwie aufbrauchen müsste. Und da ich auch sonst nicht so viel zu tun hatte, hab ich auch mal ein entspanntes spätes Frühstück genossen- mit Heidelbeer French Toast und einer Tasse Milchkaffee Abschied von „meinem“ Ausblick genommen und in der Sonne auf unserem Balkon gefrühstückt.

Ganz nebenbei verspreche ich euch, dass diese Heidelbeer French Toasts wirklich heerlijk sind und mir nichts anderes übrig bleibt, als euch in meinem gebrochenem Niederländisch zu wünschen: Eet smakelijk!

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{sweet life} Schläfst du noch oder frühstückst du schon: French Toast in der Sonne

Habt ihr am Wochenende schon was vor? Also ich habe leider Uni, aber für das nächste Wochenende steht in meinem Kalender ein großes rotes Kreuz und der Vermerk >French Toast Frühstück<. Dann wird ausgeschlafen, bis die Sonne das Zimmer so stark erhitzt hat (trotz geschlossenem Rolladen), dass man eigentlich am Liebsten direkt vom Bett ins Freibad hüpfen möchte. Und wenn dann auf die WhatsApp-Frage „schläfst du noch, oder frühstückst du schon“ die Antwort kommt „ich habe Hunger“, stelle ich mich eben in die Küche und mache Frühstück; Genauer gesagt French Toast.

Auch wenn die Zubereitung keine halbe Stunde dauert und ich die Zutaten sowieso meist alle da habe, ist French Toast irgendwie nur ein Frühstück fürs Wochenende oder wenigstens Tage, an denen ich erst später Vorlesungen habe; Das ist wie mit Pancakes, Popovers oder Spiegelei- einfach besser, wenn man sich Zeit lassen kann.

Unter der Woche läuft es meist auf ein Müsli mit Obst, oder eine Scheibe Vollkornbrot mit Lieblingsmarmelade und einen schnellen Kaffee hinaus. Aber am Wochenende muss dann gemütlich und schön gefrühstückt werden, am Liebsten immer noch mit frischem Obst und Semmeln vom Bäcker- der Klassiker halt.

Oder eben French Toast. Mit Erdbeeren vom Obstmann, weichem Brioche und dazu einen großen Milchkaffee. Dann wird die Hängematte auf dem Balkon aufgehängt und ich sitze, mit dem Kaffee in der einen Hand und dem Handy in der anderen Hand, schaukelnd da und >whatsappe< meiner WG: „schlaft ihr eigentlich noch alle?“

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