Elch Kekse in freier Wildbahn gesichtet

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Ein Elch! Ein Elch! Ich habe einen Elch gesehen! Ich habe einen Elch in freier Wildbahn gesichtet. Nur leider keinen echten, sondern einen Elch-Keks; Mit Schokoladen-Geweih und und Kristallzucker-Schnee. Aber dennoch in der freien Wildbahn Schwedens. Und das Gute daran ist, dass die Elche sich ohne schlechtes Gewissen aufessen lassen bis zum letzten Krümel, einen in der Brunftzeit nicht angreifen und trotzdem schön anzuschauen sind. Ebenfalls lässt sich das genüssliche „Mmmmmh“ beim Verspeißen der Kekse mit einem Elch-Muuuuh vergleichen.

Und wenn ich dann morgen nach Lappland düse, sehe ich hoffentlich einen echten, richtigen, lebendigen, muuuuhenden Elch- eventuell mit einem bisschen Schnee im Geweih und hoffentlich ohne, dass er uns angreift. Ich bin schon ganz gespannt und berichte dann.

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Igelkekse und Blätternester für den Winterschlaf

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Mein Papa ist ein Igel-Retter: als meine Eltern in den Herbstferien letzte Woche ganz fleißig den Garten auf den Winter vorbereitet haben, hat mein Papa einen kleinen Igel in unserem Bett entdeckt: er lag dort und schlief vor sich hin. Beziehungsweise- er schnarchte eher vor sich hin. Und da mein Papa mit Schnarchern sehr gut mitfühlen kann, hat er dem kleinen Igel ein Blätternest gebaut.

In der Familie kam dann natürlich auch die Diskussion auf, wie denn der kleine Schnarcher heißen soll. Einer der Vorschläge war Schnee, weil er ja einen Winterschlaf macht, ist doch klar. Ein anderer Vorschlag war dann Hugo. Auch wenn ich Hugo nicht für den typischen Igel-Namen halte, wurde der Vorschlag dann doch recht einstimmig von der Familie angenommen und so wurde der kleine Schnarcher eben kurzerhand umgetauft. Die Freude war natürlich groß, als ich vorgestern eine Runde kleiner Hugos gebacken hatte und mein Papa fragte sogleich, ob die Igelkekse denn auch schnarchen würden.

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Lustigerweise kommt es übrigens recht oft dazu, dass Igel in unserem Garten überwintern. Trotz der Großstadt drum herum und der Nachbarskatzen, scheint unser Garten doch der Zufluchtsort der Träume für den ein oder anderen kleinen Schnarcher zu sein. Ein Igel jedoch hatte es einst zu weit getrieben und war auf der Suche nach dem perfekten Schnarchplatz in unseren Kellerschacht gefallen. Daraufhin kam dann wieder der Igel-Retter, alias mein Papa, und borgte den Igel ganz vorsichtig aus dem Schacht und bettete ihn in ein Blätternest.

Seitdem haben wir Kinder eigentlich jedes Jahr im hinteren Teil des Gartens einen kleinen Blätterhaufen aufgeschichtet, sozusagen einen Igel-Haufen, oder auch ein Igel-Hotel- je nach Sichtweise. Sehr zum Leidwesen von Papa hat es den Blätterhaufen jedoch meist an einem stürmischen Tag wieder im ganzen Garten verteilt und Papa durfte wieder neu anfangen mit Blätter fegen. Aber dennoch hatte es sich unter den Igel wohl herumgesprochen, dass wir ein ganz tolles Igel-Hotel hätten, wahrscheinlich erreichte diese Erzählung auch irgendwann Hugo. Dieser tappste dann Anfang letzter Woche durch unsere Nachbarschaft, versteckte sich vor Nachbarshunden und Nachbarskatzen und als er unseren Garten endlich fand, war er so erschöpft, dass er sich ins Blumenbeet legte und sofort anfing tief zu schnarchen. Und so schnarcht er heute noch- unter einer warmen Blätterdecke.

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{sweet life} Lemon Curd Frozen Joghurt mit Heidelbeeren und Vollkornkeksen – still addicted

Still addicted- immer noch absolut Eis-süchtig. Jetzt ist es sogar soweit gekommen, dass ich mir eine Eismaschine zugelegt habe. Aber sie war reduziert und ein absolutes Schnäppchen, denn Schnäppchen-Schießen habe ich hier in Schwaben mittlerweile gelernt. Und weil sie so ein Schnäppchen war, ist es auch gar nicht schlimm, dass ich mir jetzt, zwei Monate bevor ich ins Ausland gehe, noch eine Eismaschine zugelegt habe. Das war absolut notwendig und gerechtfertigt. Ja?

Außerdem hat sich meine WG gefreut, dass sie jetzt neben Kuchen, Cookies und Pfannkuchen auch noch selbstgemachtes Eis verputzen dürfen. Damit ist doch sowieso schon geklärt, dass ich die Eismaschine nur gekauft habe, um meine WG glücklich zu machen, nicht etwas weil ICH es bin, die so absolut Eis-süchtig ist.

Zwar ist Zitroneneis nicht meine Nummer 1 in der All-time-Lieblings-Eis-Hitliste, aber selbstgemachtes Frozen Yoghurt mit selbstgekochtem Lemon Curd (Rezept hier), ein paar Heidelbeeren vom Obstmann und Vollkornbutterkeksen für den >>crunch<<, ist schon ziemlich genial. Schon allein dafür, dass ich letzte Woche den einzig sonnigen Vormittag damit verbringen konnte, in der Sonne auf unserem Balkon zu sitzen, ein kurzes Blumenkleidchen an und die Sonnenbrille im Haar, das erste selbstgemachte Eis aus der eigenen Eismaschine verputzend- schon allein dafür hat es sich gelohnt. (Und die Eismaschine war schließlich wirklich ein Schnäppchen.)

Tja, nun werde ich also die nächsten zwei Monate noch Unmengen an Eis rühren müssen, alle Lieblingssorten meiner Mitbewohner und viele andere „fancy“ Sorten ausprobieren. Deswegen suche ich auch im Moment noch ganz wild nach tollen Eisrezepten- also schickt mir am Besten euere Lieblingsrezepte. Und wenn in ein paar Tagen die nächsten Klausuren vorbei sind, werde ich meine Eismaschine auf Hochtouren laufen lassen, schließlich soll das Wetter sich jetzt auch endlich wie Juni verhalten. Vielleicht bekommt dann sogar Petrus eine Kugel Eis ab, wenn er sein Versprechen diesmal wirklich hält- aber nur, wenn er schnell ist, denn das >FroYo< mit Lemon Curd, Heidelbeeren und Vollkornkeksen ist schon ziemlich gut. Lasst euch das von einer Eis-addicted-Foodbloggerin sagen.

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{sweet life} Eis-Kalter Hund und die kalte Sophie

Kalter Hund, also Schokoladencreme und Butterkekse und Schokoladencreme und Butterkekse und.., ja also ihr wisst hoffentlich was ich damit meine. Denn obwohl ich in meinem ganzen Leben bisher nur ein einziges Mal kalten Hund probieren durfte (und den hatte die Oma einer Freundin meiner Schwester damals gemacht), weiß ich doch, was es mit dieser Leckerei auf sich hat. Das weiß man eben einfach, das gehört zum Grundwissen, das läuft unter den „best-of-all-time“ zusammen mit Marmorgugelhupf, Rehrücken und Amerikanern- dachte ich jedenfalls. Dementsprechend überrascht war ich, als von meiner WG keiner wusste, was ich da fabriziere, als ich vor ein paar Tagen in der Küche stand und Schokocreme mit Keksen stapelte.

Genauer gesagt habe ich übrigens gar keinen kalten Hund, sondern eine kalter-Hund-Eis, sozusagen einen eis-kalten Hund in die Tiefkühltruhe geschoben. Denn auch wenn es im Moment draußen eher nach grau-in-grau aussieht, ist es aber doch schon Mitte Mai und somit eröffne ich jetzt einfach die Eissaison. Und ab den nächsten Tagen wird das Wetter dann auch nachziehen- glaubt mir, ich habe da Insider-Informationen.

Der 15.Mai ist nämlich der Tag der letzten Eisheiligen, der kalten Sophie. Genauer gesagt, mein Namenstag. Oder auch der letzte Tag im Frühjahr, an dem es laut alten Bauernkalendern Bodenfrost haben soll. Und somit liegt natürlich nichts näher, als dass ich weiß, wann es endlich wirklich Sommer wird, ab wann man endlich das Beet auf unserem Balkon bepflanzen kann (also nicht, dass meine Pflanzen dann auch über die 2cm grüne Spitzen hinauswachsen würden), ab wann man keine dicke Jacke mehr mit in die Uni nehmen muss, weil es ja kalt werden könnte und ab wann man in Großbuchstaben EIS auf den Einkaufszettel schreiben kann.

Und gerade deswegen und vielleicht aus anderen Gründen, gibt es mittlerweile die kalte-Sophie-Namenstag-Eis-Tradition. Und dann wird das Wetter auch endlich wirklich Sommer. Großes-kalte-Sophie-Sonnensofie-Ehrenwort.

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{sweet life} Teekekse und WG-Abende in der Küche

Nachdem sich letztens eine Mitbewohnerin ganz enttäuscht geäußert hätte, sie würde alle meine Beiträge lesen und wäre doch noch nie erwähnt worden, hatte ich glatt ein schlechtes Gewissen. Weil ohne meine WG gäbe es hier nicht halb so viele Kekse; wer würde dass denn sonst essen?

Zwei- bis dreimal die Woche stehe ich nämlich in der Küche und kaum piept der Ofen-Timer, stehen sie plötzlich in der Küche; meine lieben Mitbewohner. Man könnte fast meinen, sobald einer spitzkriegt, dass ich backe, schreibt er eine Gruppennachricht an die anderen.

Aber ich beschwere mich nicht, keinen Meter! Meine WG ist spitze; es gibt immer jemand, der ein paar Notfall-saure-Gurken über hat oder Zeit für eine Tasse Tee. Es findet sich immer jemand für eine Unterhaltung, einen Spieleabend in der Küche oder als Test-Esser für neue Rezepte.

Teilweise wird einfach der ganze Sonntag Nachmittag in Kuschelhose und mit Teetasse in den Händen auf einem der Sofas verbracht; man redet, schaut sinnlose bis sogar ganz interessante Filme im Fernseher oder hört Musik. Und wenn ich Sonntag Morgen eine Portion Kekse backe und diese auf den Tisch in der  Küche stelle, dann kann ich mir sicher sein, dass spätestens Sonntag Abend allesamt aufgekrümelt sind. Aber wie gesagt, ich mag das so- genau so.

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