Kladkaka und andere lustige schwedisch Vokabeln

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Über Ostern habe ich ein paar Tage daheim verbracht, mal eine Auszeit von meinem Leben als Dauerreisende genommen. Und mitgebracht habe ich ganz viele lustige Schwedisch-Vokabeln und einen großen Vorrat an Backrezepten. So habe ich mit meiner kleinen Schwester (syster) Kanelbullar, Elchkekse und Kladkaka gebacken (hier an der Stelle bitte über das Wort „kaka“ lachen, das schwedisch für Kuchen ist, ein Kladkaka ist nämlich ein „Klebe-Kuchen“, also ein matschiger Kuchen). Damit haben wir dann „Fika“ gemacht, was übrigens nur die vertauschten Silben von „Ka-fi“, also Kaffeepause, sind. Easy-peasy.

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Darüber haben sich nicht nur meine Mama (mor) und mein Papa (far) gefreut, sondern auch meine „mor-ster“ (Schwedisch für Mamas-Schwester, also meine Tante), meine „mor-mor“ (also Mamas-Mama, meine Oma) und „mor-far“ (Mamas-Papa, mein Opa… ihr seht, wo das hinführt.) Ihr seht also- Schwedisch ist gar nicht so schwer. Das kann man easy-peasy mal in so einem halben Jahr lernen. Jedenfalls soweit, dass man sich in einer Konditorei ein Stück Kladkaka bestellen kann- oder noch besser im Supermarkt alle Zutaten dafür findet und nach dem original schwedischen Rezept backen kann.

Wobei mein persönliches Ziel ja wäre, Pipi Langstrumpf im schwedischen Original zu lesen. Aber das dauert, fürchte ich, dann doch noch ein bisschen. Bis dahin muss ich Pipi Langstrumpf, mit meiner „syster“ zusammen, auf deutsch lesen und dazu schwedische Kladkaka essen.. oder Kanelbullar, oder Elchkekse oderoderoder.

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Bärchenkuchen den Mama bäckt immer noch den besten Geburtstagskuchen

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Mit Traditionen ist das ja so eine Sache: irgendjemand fängt irgendwann damit an und über einen gewissen Zeitraum behält man das dann bei, bis irgendwann nicht mehr klar ist, wie das ganze eigentlich angefangen hat. Aber es ist doch schön zu wissen, dass sich manche Dinge nicht ändern werden.

Für mich ist das die Tatsache, dass ich mir jedes Jahr zum Geburtstag den gleichen Kuchen wünsche, unabhängig davon, dass ich mittlerweile schon uralt bin (jedenfalls sehe ich das so). Ein bisschen so wie der Kater Fundus, der auch jedes Jahr den gleichen Geburtstagskuchen bekommt (eine Pfannkuchentorte), wünsche ich mir jedes Jahr einen Bärchenkuchen- mit Dekoration aus Smarties. Der Bärchenkuchen ist mit da irgendwie wichtig- ein Jahr hatte ich mir probehalber mal einen anderen Kuchen bestellt, aber irgendwie hat etwas gefehlt an meinem Geburtstag- etwas bärchenförmiges mit viel Schokolade und Smartie Dekoration. Meine Mama meint auch, wir hatten mal eine kreative Phase und haben dem Bären Ohrringe verpasst und ein Oberteil, aber mittlerweile sind wir wieder zur klassischen Design zurückgekehrt.

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Obwohl ich also dieses Jahr im Ausland studiere, habe ich mir ein Wochenende daheim geschenkt- mit dem Flieger ist das ja fast ein Katzensprung und ich hatte die Möglichkeit, an meinem Geburtstag in meinem Bett daheim aufzuwachen. Beziehungsweise wurde ich von meiner Familie mit einem mehrstimmigen (und aufgrund der Uhrzeit auch etwas schiefen) Ständchen geweckt.

Zum Frühstück gab es dann endlich den Bärchenkuchen, mit Smarties als Dekoration und natürlich so vielen Kerzen, wie das Alter. Es ist doch schön, zu wissen, dass sich manche Dinge nicht ändern.

Übrigens habe ich natürlich alle Kerzen auf einmal ausgepustet- was für eine Frage.

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{sweet life} was Rotwein-Nusskuchen und Zimmer aufräumen verbindet

Rotwein-Nusskuchen und Zimmer aufräumen; wie passt das zusammen? Seit meinem Geburtstag sieht mein Zimmer aus, wie ein einziger Liquor Store. Gut, das ist vielleicht etwas übertrieben, aber einige Flaschen Wein und Prosecco sind dann doch übrig geblieben und auf 12 Quadratmeter Studentenwohnheim ist das halt doch eine Menge. Also musste eine Aufräum-Aktion her: Pfandflaschen wegbringen, halbleere Flaschen für die gemeinschaftliche Nutzung in die Küche schaffen, unter dem Bett saugen und den Verpackungsmüll von dort entsorgen, damit dort nun gut versteckt der restliche Wein deponiert werden kann.

Damit ist das Problem aber noch nicht wirklich gelöst, sonder nur verschoben. Was macht man denn mit so viel Rotwein?

Also den Computer angeschaltet und auf Pinterest nach Rotwein gesucht. Auf der To-do-Liste stehen jetzt Glühwein, Glühweingelee, Rotweinplätzchen und Kuchen. Rotweinkuchen kennt doch sowieso jeder. Das ist einer der Klassiker aus Omas Rezeptbuch, den jeder schon mal irgendwie gegessen hat, in der Liste kommt er direkt nach Marmorgugelhupf und Zitronenkastenkuchen. Ach ja und nach Nusskuchen und da ich auch noch gemahlene Nüsse übrig hatte, war das die perfekte Gelegenheit auch in meinen Backvorräten ein wenig aufzuräumen und Reste zu verwerten.

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{sweet life} versprochen ist versprochen, also gibt es eben Kokos Limetten Kuchen

Da liegt man morgens schön eingepackt unter drei Decken im warmen Bett, das Lieblingskissen im Arm, kann noch eine halbe Stunde schlummern und dann? Fällt einem siedend heiß ein, was man vergessen hat. Kuchen backen. Natürlich wird das Bett mit jeder Minute gemütlicher und das Aufstehen weniger verlockend, aber versprochen ist versprochen und ich habe noch kein Versprechen je gebrochen.

Und was bäckt man überhaupt? Schokolade ist langweilig, Zitrone nicht eingekauft. Stattdessen liegen noch ein paar Limetten in der Obstschale und ein letzter Rest Kokosflocken in der Vorratskiste. Also macht man einen auf „wir holen uns das Sandstrand-Feeling zurück“ und bäckt einen Limetten-Kokos-Kuchen. Und solange er im Ofen ist, kann man ja noch mal unter die Decke schlüpfen. Jedenfalls solange, bis einem einfällt, dass man ja gleich in die Vorlesung muss. Was für ein Chaos.

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{sweet life} Biskuitroulade — der die das schnellste Roulade der Welt

Wieder zurück aus dem Urlaub, zwei Taschen voller Erinnerungen, Erlebnisse, Ideen, Rezepte und Fotos; das Fernweh für den Moment beruhigt. Und deswegen gibt’s heute noch eine ganz Flotte Biskuitrolle.

Weil es schnell gehen muss bevor der Sommer endgültig für ein Dreiviertel Jahr in den Winterschlaf verabschiedet (und des Bayern liebste Zeit beginnt; der Altweibersommer inklusive Wiesn-Trubel). Und weil ich in den letzten Wochen nicht viel zum Backen gekommen bin (also eigentlich gar nicht); die Küche im Wohnmobil war da nicht entsprechend ausgestattet mit einem Pizza-Programm in der Mikrowelle als Höchstes der Gefühle. Deswegen hie rund jetzt eine blitzschnell gebackene Biskuitrolle mit Sahne und Himbeermarmelade.

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