{sweet life} Marmormuffins mit Erdnussbutter und Eierlikör

Hupsi, einmal kurz in die Sonne geblinzelt und schon ist es Mitte April. Eben noch Anfang März und die ersten Sonnentage genossen und schon ist es Mitte April und warme Tage mit Sonnenstrahlen und auf-dem-Balkon sitzen wechseln sich ab mit grauen, nasskalten Tagen.

Ich bin hin und hergerissen zwischen Frühjahrsputz, Sonnenbrille-tragen, in-die-Uni-radeln und im-Bett-liegen-bleiben und tagsüber Kuschelpulli-tragen. Hin und hergerissen zwischen Pancakes-mit-frischen-Beeren oder vielleicht doch noch einmal Buchstabensuppe; Zwischen Blumen auf dem Schreibtisch und Tee trinken.

Tee trinken und Muffins essen. Aber Muffins gehen eigentlich das ganze Jahr über, auch wenn ich bei Marmormuffins immer hin und hergerissen bin, welcher Teil mir besser schmeckt: der dunkle mit Erdnussbutter, oder der helle mit Eierlikör.

Und so saß ich dann auf unserem Sofa auf dem Balkon, mit Kuscheldecke aber die Sonnenbrille ins Haar gesteckt und verputzte mein Marmormuffin. Zuerst den hellen Teil, dann den dunklen, weil wenn wir mal ehrlich sind, macht das bei Marmorkuchen doch jeder so.

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{sweet life} Spekulatiusmuffins mit Dominostein-Häuschen

Was ich am Winter mag:

  • morgens aufwachen und sehen, dass es über Nacht geschneit hat
  • nachmittags Kerzen anzünden
  • das meine Hände, wenn ich gebacken habe, den ganzen Tag nach Vanille riechen
  • den Duft vom Orangen- oder Mandarinen-Schälen

Was ich am Winter nicht mag:

  • man muss zwanzig Schichten anziehen um nicht zu frieren und läuft dann so wie ein Michelin-Männchen durch die Gegend. im Bus ist es dann allerdings so warm, dass man gefühlt 19 Schichten ausziehen möchte
  • um einen halben Tag sinnvolle Zeitnutzung beschummelt zu werden: vor 8 und nach 16 Uhr lässt sich ja nichts mehr machen außer abwarten und Tee trinken
  • die Hektik. tausend Dinge zu erledigen, Geschenke besorgen, auf zwanzig Weihnachtsfeiern eingeladen sein und möglichst zu jeder etwas Gebackenes mitbringen

Ob zur Weihnachtsfeier im Verein, zum Adventsbazar in der Schule oder zum Weihnachtsvorspiel in der Musikschule, meine Mami bäckt alljährlich Häuschenmuffins. Muffins, auf denen je ein Dominostein mit Mini-Butterkeks-Dach steht, mit Puderzucker-Schnee berieselt.

Und gestern morgen lag zwar kein Schnee, aber beim Laufen gehen waren die Felder noch leicht von Frost überzogen und danach musste ich einfach Häuschen-Muffins backen. Meine Hände haben darauf hin den ganzen Tag nach Spekulatius geduftet und als ich nachmittags Zeit gefunden habe, den Artikel zu schreiben, Tee zu trinken, ließ sich kurz alle Hektik ausgeblendet.

So mag ich den Winter.

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{sweet life} Herbstspaziergang und Marzipan Birnen im Schokomuffin

Im Herbst gibt es für mich nichts entspannenderes, als mit einer Freundinn einen Blätter-Raschel-Spaziergang quer über die Felder oder auch durch den Wald zu machen und dabei über alles zu reden, was einem gerade an Gedanken durch den Kopf schwirrt.

Dabei die schönsten bunten Blätter sammeln, ein paar Kastanien einstecken (ich habe immer eine Kastanie in der Jackentasche) und eventuell auch ein paar Äpfel oder Birnen, die im Gras liegen, aufklauben.

Die Farben des Herbstes mit dem Objektiv einfangen und ein paar Fotos für das Archiv knipsen, sozusagen den Moment des Blätter-Färbens einfangen. (Jaja, ein wenig kitschig ist das schon)

Heimkommen und einen Tee kochen, die kalten Finger an der Tasse wärmen und danach eventuell einen Apfelkuchen backen, oder Bratäpfel, Äpfel im Schlafrock, oder eben das ganze mit Birnen. (Was ich schon immer einmal ausprobieren wollte) und tadaa: diesmal gab es Birnen mit Marzipankern im Brownie.

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{sweet life} warum Blaubeer Muffins leichter zu fotografieren sind als Bären

An jeder Weggabelung sieht man hier das Schild „bear watching etiquette“, angeblich sollen in den Nationalparks alle 20 Meter Bären sitzen und friedlich aus Erdnussbutter Gläsern naschen (gut, das letzte war vielleicht übertrieben, aber dennoch..) — also wo bleibt er, der kuschelige Braun- oder Schwarzbeer, der sich von mir fotografieren lassen möchte? Bisher habe ich gerade mal ein paar wilde Blau-Bären gefunden.

Vielleicht sollte ich die Bären mit ein paar Blaubeer-Muffins anlocken, auch wenn Honig und Erdnussbutter wohl weiter vorne in ihren Lieblingsessen-Charts liegen.

Vielleicht sollte ich mich selber als Braunbär verkleiden und durch die Wälder des Jasper Nationalparks tapsen.

Vielleicht bleibe ich aber auch gelassen und warte mit einem großen Café Latte von Tim Hortons und einem Blaubeer Muffin in der Pfote, äh Hand, darauf, dass mir doch noch ein Bär vor die Linse läuft.

 

 

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{sweet life} Ribisl Muffins und die schönsten bayrischen Worte

Manchmal sind sie mir doch etwas suspekt, diese nicht-bayern. Da verwendet man ganz ohne sich dabei was zu denken das Wort „Ribisel“ und wird angeschaut wie a Schwaiberl wenns blitzt. Da schauns dann allerweil a bisserl bled und dann sagen sie mir auch noch, ich würd kein deutsch reden nicht. Priml.

Aber Obacht! Das ändern wir jetzt. Ich hab euch heut ganz tolle Schmankerln mitgebracht; meine liebsten bayrischen Wörter, beziehungsweise diejenigen, die ich des öfteren verwende (damit mich in Zukunft jeder versteht) und apropos Schmankerln: Ribisel Muffins hab ich euch auch mitgebracht.

Und jetzt mal ganz ohne Schmarren, so schwer ist des na aber ned zu verstehn was ich euch hier verzähl, wenn wir hier so ratschen, dann verstehts ihr des schon, gell? Weil ansonsten käm ich ja wie die totale Gschaftlhuberin rüber und des war jetzt nicht mein Plan. Aber a Gaudi is des schon, hier mal so richtig gscheid was auf boarisch zu tippen, auch wenns meiner Autokorrektur gar ned gfoin z´scheint. — Weswegen ich das ganze jetzt auch wieder aufgebe und lieber wieder für jedermann-und-meine-Autokorrektur verständlich schreibe. Beziehungsweise das Rezept präsentiere: für Zitronen-Limo Muffins mit Ribisel

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