Suche Freund mit Informatik-Kenntnissen, biete Kekse

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Ach ich ärgere mich so. Immer und immer wieder hat mich mein Papa ermahnt, Speicherkarten und -sticks nicht zu früh aus dem Computer zu entfernen, weil die Daten sonst verloren gehen könnten. Und so selten ich mich bisher daran gehalten habe, so oft hat es doch geklappt. Aber ich, Miss Ungeduld in Person, musste wohl erst einmal auf die Nase fallen, bis ich den Tipp verinnerlichen kann. Hätte ich mal besser zugehört und im auch Folge geleistet.

Meine Kameraspeicherkarte ist jetzt jedenfalls kaputt und alle Fotos, die ich letzte Woche gemacht habe, sind weg. *zack und puff weg* Und die Fotos waren doch so schön, habe ich doch letztens noch meinen Geburtstag gefeiert und die schönste schwedische Kaffeetafel hergerichtet, im herbstlichen Nachmittagslicht fotografiert und mich so auf den Beitrag über meinen „Geburtstag mit Fika“ gefreut. Aber, die Fotos sind ja leider nun weg.

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Wobei, noch besteht ein geringer Rest an Hoffnung. Nun ist zum Glück der Freund meiner besten Freundin Informatiker und hat sich Bereit erklärt, im Austausch gegen Kuchen und Kekse, sich mal meiner Speicherkarte anzunehmen und versuchen wenigstens ein bisschen was zu retten. Deswegen habe ich jetzt beschlossen: ich suche ab heute einen Freund, der Informatiker ist, oder irgendwelche nützlichen Fähigkeiten hat- ob das nun Steuererklärung-Schreiben, Fahrrad-Reparieren oder eben Technik-Pflege ist.

Im Gegenzug biete ich auch eine wöchentliche Ration an Keksen und Kuchen, jeder soll schließlich das machen, was er kann. (Und Technikzeug liegt mir ja leider nicht so *hust Speicherkarte hust*, dafür Backen umso mehr- denn diese Biscotti mit Pistazien und Orangenschale sind der absolute Knaller!!)

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{sweet life} haddu Mööööhrchen? oder Karottenkuchen mit Maracuja und Frischkäsetopping

>>Hadduu Möhrchen?<< Im Sommer der dritten oder vierten Klasse in der Grundschule hatten meine beste Freundin und ich unsere Witze-Phase, wenn wir uns nach der Schule zum Einradfahren getroffen haben, wurden Witze rauf und runter erzählt – manchmal auch schon am Vormittag in der Schule, aber irgendwann wurden wir dann auseinander gesetzt, weil wir zu viel gequatscht haben. Ganz hoch im Kurs dabei standen Häschenwitze, unzählige Versionen, von eckigen Bonbons über Bienenstich bis zu Möhrchen. Und Abends durften sich dann Mama und Papa immer die neuesten Witze anhören, darauf bedacht, den perfekten Sprachton von Häschen zu imitieren.

Meine Eltern haben auch immer brav gelacht.. auch noch bei der Witzephase meiner mittleren Schwester und dann nochmal bei meiner kleinsten Schwester. Ich glaube, als Eltern muss man über jeden Witz seiner Kinder lachen, das gehört dazu, wie das >selbstgemalte Bilder aufhängen< und das >Gutscheine für Fahrradwaschen< zum Geburtstag (und Weihnachten und Muttertag) zu bekommen.

Mittlerweile werden Häschenwitze noch einmal im Jahr erzählt, an Ostern, wenn es Karottenkuchen gibt – meine Mama kann nämlich nicht nur auch noch beim 5.Mal über die gleichen Häschenwitze lachen, sondern auch feinen Karottenkuchen backen.

Deswegen präsentiere ich euch jetzt noch einen meiner liebsten Häschenwitze – stellt ihn euch  in perfekt eingeübtem Häschen-Sprachfehler vor.

>Das Häschen kommt in die Bäckerei und fragt den Bäcker: „Haddu Möhrchen?“ Der Bäcker antwortet: „Ja, willst du welche?“ Murmelt das Häschen: „Ach menno. Haddu den Witz kaputt gemacht.“<<

Und alle, die jetzt brav über meinen Witz gelacht haben, bekommen ein Stück Möhrchenkuchen mit Walnüssen von Opa, Maracuja und Frischkäsetopping. Wenn das mal nichts ist?

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{sweet life} Keks-Verfressene-Studenten und Schokoladen Cantuccini

Hänsle-Und-Gretel-like verteile ich meine Kekse quer durch Tübingen. Backaktionen in der WG-Küche, Kaffeeklatsch bei der Freundin, Kuchenverkauf beim Konzert oder Keks-Motivation in der Uni.

Schon Cantuccini-Backen an sich kann schon eine ziemliche Küchenkrümelei nach sich ziehen, das ist vor allem dann ärgerlich, wenn die WG-Küche ausnahmsweise mal geputzt wurde. Allerdings lassen sich die Mitbewohner relativ leicht wieder beruhigen, indem man ihnen danach einfach einen großen Teller Gebäck auf den Küchentisch stellt. Der ist nach spätestens einem Tag leer gefuttert, da gehe ich jede Wette ein, für jegliche Studenten WG. Ich glaube nämlich nicht, dass nur meine Mitbewohner so Keks-Verfressen sind..

Auch zum Kaffeeklatsch, alias Lerntreffen mit Kaffee werden dann noch schnell ein paar Kekse eingepackt; übrig gebliebenes Gebäck und Rezepte suchen für Resteverwertung? Fehlanzeige, Keks-Verfressenheit gehört wohl ebenfalls zu den Eigenschaften der Langschläfer-Klausurenphasefürchter-Wochenendedurchfeier-Spezies-Student.

Und in der Uni hat sich bisher noch keiner über unsere Keks-Motivanions-Pausen beschwert – wobei der Dozent sicher bessere Laune gehabt hätte, wenn wir ihm ein paar Kekse über gelassen hätten. Tja.. mit vollem Munde redet man aber nicht und dann muss sich der Dozent eben entscheiden: Vorlesung oder Feierabend? Reden oder Kekse? Unterschwellige Bestechung, kann ich..

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{sweet life} was Rotwein-Nusskuchen und Zimmer aufräumen verbindet

Rotwein-Nusskuchen und Zimmer aufräumen; wie passt das zusammen? Seit meinem Geburtstag sieht mein Zimmer aus, wie ein einziger Liquor Store. Gut, das ist vielleicht etwas übertrieben, aber einige Flaschen Wein und Prosecco sind dann doch übrig geblieben und auf 12 Quadratmeter Studentenwohnheim ist das halt doch eine Menge. Also musste eine Aufräum-Aktion her: Pfandflaschen wegbringen, halbleere Flaschen für die gemeinschaftliche Nutzung in die Küche schaffen, unter dem Bett saugen und den Verpackungsmüll von dort entsorgen, damit dort nun gut versteckt der restliche Wein deponiert werden kann.

Damit ist das Problem aber noch nicht wirklich gelöst, sonder nur verschoben. Was macht man denn mit so viel Rotwein?

Also den Computer angeschaltet und auf Pinterest nach Rotwein gesucht. Auf der To-do-Liste stehen jetzt Glühwein, Glühweingelee, Rotweinplätzchen und Kuchen. Rotweinkuchen kennt doch sowieso jeder. Das ist einer der Klassiker aus Omas Rezeptbuch, den jeder schon mal irgendwie gegessen hat, in der Liste kommt er direkt nach Marmorgugelhupf und Zitronenkastenkuchen. Ach ja und nach Nusskuchen und da ich auch noch gemahlene Nüsse übrig hatte, war das die perfekte Gelegenheit auch in meinen Backvorräten ein wenig aufzuräumen und Reste zu verwerten.

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{sweet life} Haselnuss-Heidelbeer-Engelsaugen und die Sache mit den sauren Gurken

Normalerweise und zur Weihnachts-Plätzchen-Zeit sowieso überhaupt habe ich immer ein Glas saure Gurken im Kühlschrank stehen; sogenannte Plätzchen-back-saure-Gurken. Nach dem Backen braucht es einfach ein Gegengewicht, obwohl ich jetzt währenddessen gar nicht so viel Nasche. Und nachdem ich ja auch schon relativ früh saure Gurken zu schätzen gelernt habe, sozusagen von Kindesbeinen auf (hier ist mein Rezept für selbsteingekochte saure Gurken) und meine Mami nach dem Backen auch gerne mal ein oder zwei verspeist, war das für mich etwas vollkommen gängiges – bis mich meine Kommilitonin ausgelacht hat und nur meinte, ich wäre aber doch nicht schwanger? Ach wo.. das sind eben einfach Plätzchen-back-saure-Gurken.

Jedenfalls steht nun wieder ein Glas in meinem Kühlschrank, denn seit Mittwoch ist offiziell Plätzchen-Back-Zeit und gestern habe ich spontan noch eine zweite Sorte Plätzchen gebacken. Engelsaugen habe ich letztes Jahr zum ersten Mal gebacken um darauf gleich von einem Mitbewohner gehört, das wären seine Lieblingsplätzchen. Mittlerweile macht er seinen Master im Ausland, weswegen ich auch ziemlich überrascht war, als er – kaum dass ich das letzte Blech aus dem Ofen geholt hatte – in der WG Küche auftauchte. Er wäre gerade zufällig in Tübingen und wollte mal vorbeischauen… wirklich so passiert, Sofies-saure-Gurken-Ehrenwort.

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