Der Nachthimmel schmeckt nach Orange und Kokos.. vielleicht

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Sterne haben mich schon immer fasziniert. Es liegt vielleicht daran, dass ich ein Stadtkind bin und man in München bei Nacht fast keine Sterne sieht, aufgrund des ganzen Streulicht. Aber mein Bett daheim steht unter einem Dachschrägenfenster und trotz der Großstadtlichter versuche ich jeden Abend die Sterne am Himmel zu entdecken. Manchmal schlafe ich dabei auch bei offenem Rollo ein.

So habe ich in Tübingen gar nicht oft genug den Kopf in den Nacken legen können und die Sterne über den Feldern beobachten können, wenn ich nachts spät nach Hause gekommen bin, oder wir im Sommer auf das Dach unseres Hauses geklettert sind.

Und auch hier in Amsterdam kann ich, wenn ich auf meinem Balkon stehe und den Kopf zurücklege, die Sterne sehen. Jedenfalls, wenn der Himmel wolkenfrei ist. Dann kann ich sogar den großen Wagen erkennen.

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Denn die einzigen Sternbilder die ich kenne, sind der große und der kleine Wagen und Cassiopeia. Die hatte ich nämlich früher als Leuchtsterne über meinem Bett kleben. Vielleicht ist das der Grund, warum ich heute daheim immer die Sterne am Himmel suche- weil früher die Leuchtsterne direkt über mir waren, wenn ich einschlafen wollte.

Naja, jedenfalls wollte ich Weihnachtsplätzchen backen und habe diese tollen silbernen glitzernden Sterne gefunden und habe entschieden, dass ich unbedingt die Sterne vom Himmel backen muss. Aber wie schmecken die Sterne und wie riecht es im Himmel? Ich habe beschlossen, dass der Nachthimmel nach Orange schmeckt und im Winter ein wenig nach Kokosflocken. Die Kokosflocken natürlich wegen dem Schnee, der hoffentlich irgendwann kommt.. darauf warte ich auch schon ganz sehnsüchtig. Und wenn ich über Weihnachten daheim bin, werde ich jeden Abend bei geöffnetem Rollo einschlafen und versuchen die Sterne zu sehen- und hoffentlich morgens aufwachen und sehen, dass mein Fenster eingeschneit ist.

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{sweet life} Schokokekse mit Nonpareilles

Ich habe früher an einem Sommer-Zirkusprogramm für Kinder teilgenommen, dabei konnte man im Sommer eine Woche lang Zirkus-Artist spielen, mit einer echten Aufführung in einem gefühlt riesigen Zirkuszelt zum Abschluss. Zudem durften wir im Winter die Show noch einmal aufführen – im Haus des Circus Krone in München.

Mitten in der Manege stehend, mit einem tollen Kostüm an, voller Glitzerpailetten, und alle Zuschauer klatschen. Das ist schon ein gigantisches Gefühl für so eine kleine Alibi-Artistin wie mich.

Für eine Aufführung hatten wir auch ein wirklich ganz tolles Kostüm, beziehungsweise hatte meine Mama mir ein tolles blaues Haarband mit ganz vielen Pailletten bestickt. Jede Paillette für einen Wunsch, das habe ich mir jedenfalls damals so gedacht (wie ich da drauf gekommen bin, weiß ich allerdings nicht mehr). Allerdings hatte ich in diesem Moment, mitten in der Manege nur einen Wunsch: nicht vom Einrad zu fallen oder die Choreografie zu vergessen.

Wie ich jetzt von Pailletten auf Nonpareille gekommen bin, ist mir auch nicht so klar. Allerdings hab ich diese Kekse gesehen und musste an den Zirkus denken und an ganz viele kleine oder auch große Wünsche. Wünsche, die ich am Anfang des Jahres hatte, Wünsche die ich im Laufe des Jahres erfüllt habe und Wünsche, die ich aufgeben musste.

Aber auch an Wünsche, die ich im Moment habe. Damit meine ich jetzt nichts materielles, sondern eher Zeit. Zeit, die ich mit Menschen verbringen kann, die mir wichtig sind, Zeit die ich nicht verschwende, sondern in der ich etwas erlebe, aber auch Zeit, die ich absichtlich mal mit nichts-tun fülle. So schwer mit letzteres auch fällt, weil mir dann doch recht schnell langweilig wird, aber manchmal muss man eben auch Zirkus-Zuschauer sein und nicht immer nur Zirkus-Artist.

Außerdem kann man als Zuschauer problemlos nebenher Kekse essen, ohne dabei die Choreographie zu verpatzen..

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{sweet life} Rudolph Kekse, die 10 Rentiere vom Weihnachtsmann und Arbeitsteilung mit dem Christkind

Zu uns kommt an Weihnachten das Christkind. Natürlich kommt es nur, wenn wir brav waren, aber bisher ist es dennoch noch immer gekommen. Da konnten meine zwei kleinen Schwestern und ich noch so viel Unsinn treiben, uns noch so viel anzicken oder noch so viele Plätzchen aus den Keksdosen naschen. Ja, jedenfalls bei uns kommt das Christkind und zwar immer noch.

Aber ich kann  mich zum Beispiel erinnern, dass zu meinem Kindergartenfreund immer der Weihnachtsmann kam. Uns wurde erzählt, dass sich das Christkind und der Weihnachtsmann eben die Arbeit teilen. Also habe ich an beide geglaubt, saß abends am 24., wenn wir aus der Kirche gekommen sind an meinem Fenster und habe in die Dunkelheit gestarrt um das Glitzern zu erhaschen, welches das Christkind sein könnte.

Genauso hätte ich aber auch unglaublich gerne mal den Weihnachtsmann gesehen, auf seinem Schlitten, vollgeladen mit Geschenken. Und natürlich gezogen von seinen 10 ReNNtieren, die über den Himmel rennen und dabei den den Schlitten hinter sich herziehen. Übrigens, wer es genau wissen möchte: die Rentiere heißen Dancer, Dasher, Prancer, Vixen, Comet, Cupid, Donner, Blitz und der allerbekannteste von ihnen – Rudolph.

Auch dieses Jahr kommt bei uns wieder das Christkind. Aber ich bin vorbereitet – habe mich bemüht, brav zu sein, mich mit niemandem zu streiten, habe die Zeit, die ich mit meinen Schwestern verbringen konnte, nicht mit anzicken verschwendet und habe sogar Plätzchen für die Keksdose gebacken. Also wie gesagt, ich bin vorbereitet und werde auch ganz sicher heute Abend wieder am Fenster stehen und in den dunklen Himmel schauen, vielleicht sehe ich ja dieses Jahr das Christkind.

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{sweet life} Spitzbuben; ich hätte jetzt gerne Schnee. viel Schnee

Ich hätte jetzt gerne Schnee. Viel Schnee. Unheimlich viel Schnee. Am Besten kurz-unter-Stiefelschaft-hoch, es soll eine Nacht lang große, schwere Schneeflocken schneien, und morgens beim Aufwachen ist die Welt puderzucker-weiß. Während der Uni, damit ich ins Schneegestöber schauen kann, wenn der Prof wieder nur den Text von der Folie abließt. Auf dem Heimweg, damit mir, wenn ich in den Himmel schaue, eine große Flocke auf der Nase landet und dort langsam schmilzt, während die Backen langsam kalt werden.

Und daheim wird dann die erste große Schneeballschlacht des Winters veranstaltet, bis die Jacken durchnässt, die Haare voller Schnee und die Füße langsam kalt werden. Wie gesagt, ich hätte jetzt gerne Schnee.

Deswegen habe ich es auch schon dick Puderzucker über die Spitzbuben schneien lassen, dabei „let it snow“ auf dem iPod angehört und laut mitgesungen und mir ganz fest Schnee gewünscht. Und ein bisschen Schnee hatten wir ja zum Glück schon, aber jetzt bin ich auch bereit für Schneechaos, dicke Winterstiefel und gefütterte Handschuhe. Für kalte Nasen und Fingerspitzen, für ablenkendes Schneegestöber während des Lernens und Schneeballschlachten in den Lernpausen.

Also liebe Frau Holle, wenn du das hier lesen solltest: you have a mission. Ich helfe dir auch gerne und schüttel schon einmal im Vorhinein mein Kissen aus, aber dann hätte ich bitte auch gerne Schnee. Viel Schnee.

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{sweet life} Haselnuss-Heidelbeer-Engelsaugen und die Sache mit den sauren Gurken

Normalerweise und zur Weihnachts-Plätzchen-Zeit sowieso überhaupt habe ich immer ein Glas saure Gurken im Kühlschrank stehen; sogenannte Plätzchen-back-saure-Gurken. Nach dem Backen braucht es einfach ein Gegengewicht, obwohl ich jetzt währenddessen gar nicht so viel Nasche. Und nachdem ich ja auch schon relativ früh saure Gurken zu schätzen gelernt habe, sozusagen von Kindesbeinen auf (hier ist mein Rezept für selbsteingekochte saure Gurken) und meine Mami nach dem Backen auch gerne mal ein oder zwei verspeist, war das für mich etwas vollkommen gängiges – bis mich meine Kommilitonin ausgelacht hat und nur meinte, ich wäre aber doch nicht schwanger? Ach wo.. das sind eben einfach Plätzchen-back-saure-Gurken.

Jedenfalls steht nun wieder ein Glas in meinem Kühlschrank, denn seit Mittwoch ist offiziell Plätzchen-Back-Zeit und gestern habe ich spontan noch eine zweite Sorte Plätzchen gebacken. Engelsaugen habe ich letztes Jahr zum ersten Mal gebacken um darauf gleich von einem Mitbewohner gehört, das wären seine Lieblingsplätzchen. Mittlerweile macht er seinen Master im Ausland, weswegen ich auch ziemlich überrascht war, als er – kaum dass ich das letzte Blech aus dem Ofen geholt hatte – in der WG Küche auftauchte. Er wäre gerade zufällig in Tübingen und wollte mal vorbeischauen… wirklich so passiert, Sofies-saure-Gurken-Ehrenwort.

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