Schokotörtchen mit flüssigem Kern. Was lange währt wird endlich fein?

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Vor knapp einem Jahr war ich mit dem Herrn Keksverkoster fein Essen und der Herr hat noch einen Nachtisch bestellt. Ein Schokotörtchen mit flüssigem Kern und Bananeneis. Seitdem schwärmen wir beide von diesem Nachtisch. Und seitdem nehme ich mir gefühlt alle zwei Wochen vor, selbst einmal einen Versuch zu wagen und ein Schokotörtchen mit flüssigem Kern zu kreieren und dem Herrn eine Freude zu machen.

Lange Rede kurzer Sinn. Ich habe es ein ganzes Jahr lang nicht geschafft. Obwohl ich meistens alle Zutaten dagehabt hätte, obwohl ich (fast) immer einen funktionierenden Ofen zur Verfügung hatte und obwohl ich ausreichend Zeit dafür gehabt hätte. Aber hätte hätte Fahradkette- bis letzte Woche habe ich es nicht geschafft.

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Aber, was lange währt wird endlich gut- letzte Woche kam der Herr zu Besuch nach Schweden und da musste ich mir natürlich etwas einfallen lassen, was den Besuch wert macht. Also gab es, nach zwei Jahren Planung, Schokotörtchen mit flüssigem Kern. Version 1 habe ich leider ein bisschen zu lange im Ofen gelassen, aber der Herr Keksverkoster ist Schokotörtchen in jeglicher Form- mit oder ohne flüssigem Kern. Version 2, ein paar Tage später dann, ist jedoch super geworden. Außen gerade so fest, dass ich es aus der Form stürzen konnte und innen flüssige Schokosauce.

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Kladkaka und andere lustige schwedisch Vokabeln

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Über Ostern habe ich ein paar Tage daheim verbracht, mal eine Auszeit von meinem Leben als Dauerreisende genommen. Und mitgebracht habe ich ganz viele lustige Schwedisch-Vokabeln und einen großen Vorrat an Backrezepten. So habe ich mit meiner kleinen Schwester (syster) Kanelbullar, Elchkekse und Kladkaka gebacken (hier an der Stelle bitte über das Wort „kaka“ lachen, das schwedisch für Kuchen ist, ein Kladkaka ist nämlich ein „Klebe-Kuchen“, also ein matschiger Kuchen). Damit haben wir dann „Fika“ gemacht, was übrigens nur die vertauschten Silben von „Ka-fi“, also Kaffeepause, sind. Easy-peasy.

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Darüber haben sich nicht nur meine Mama (mor) und mein Papa (far) gefreut, sondern auch meine „mor-ster“ (Schwedisch für Mamas-Schwester, also meine Tante), meine „mor-mor“ (also Mamas-Mama, meine Oma) und „mor-far“ (Mamas-Papa, mein Opa… ihr seht, wo das hinführt.) Ihr seht also- Schwedisch ist gar nicht so schwer. Das kann man easy-peasy mal in so einem halben Jahr lernen. Jedenfalls soweit, dass man sich in einer Konditorei ein Stück Kladkaka bestellen kann- oder noch besser im Supermarkt alle Zutaten dafür findet und nach dem original schwedischen Rezept backen kann.

Wobei mein persönliches Ziel ja wäre, Pipi Langstrumpf im schwedischen Original zu lesen. Aber das dauert, fürchte ich, dann doch noch ein bisschen. Bis dahin muss ich Pipi Langstrumpf, mit meiner „syster“ zusammen, auf deutsch lesen und dazu schwedische Kladkaka essen.. oder Kanelbullar, oder Elchkekse oderoderoder.

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Elch Kekse in freier Wildbahn gesichtet

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Ein Elch! Ein Elch! Ich habe einen Elch gesehen! Ich habe einen Elch in freier Wildbahn gesichtet. Nur leider keinen echten, sondern einen Elch-Keks; Mit Schokoladen-Geweih und und Kristallzucker-Schnee. Aber dennoch in der freien Wildbahn Schwedens. Und das Gute daran ist, dass die Elche sich ohne schlechtes Gewissen aufessen lassen bis zum letzten Krümel, einen in der Brunftzeit nicht angreifen und trotzdem schön anzuschauen sind. Ebenfalls lässt sich das genüssliche „Mmmmmh“ beim Verspeißen der Kekse mit einem Elch-Muuuuh vergleichen.

Und wenn ich dann morgen nach Lappland düse, sehe ich hoffentlich einen echten, richtigen, lebendigen, muuuuhenden Elch- eventuell mit einem bisschen Schnee im Geweih und hoffentlich ohne, dass er uns angreift. Ich bin schon ganz gespannt und berichte dann.

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Ge­vul­de koe­ken für das Christkind; Türchen Nr°24

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Endlich, endlich ist es soweit. Es ist der 24. Dezember und soeben wurde das letzte Türchen vom Adventskalender geöffnet, das letzte Stückchen Schokolade daraus verputzt, das letzte Kapitel des Buches gelesen oder das letzte Bildchen angesehen. Keinmal schlafen mehr und schon heute Abend werden die vielen Lichtlein am Weihnachtsbaum leuchten, Papa wird die Weihnachts-Dudel-Musik anmachen und sobald das Christkind leise mit der Klingel läutet, dürfen wir ins Weihnachtszimmer. So eine Aufregung!

Aber stopp- Weihnachtsbaum? Da war noch was. Wer schmückt den denn überhaupt? Bei uns macht das seit Jahren das Christkind. Wenn es die Geschenke bringt, schmückt es auch gleich den Baum bei uns. Mama stellt davor die Kugeln und den Schmuck bereit und weil das alles so viel Arbeit ist, bekommt das Christkind auch noch einen Teller mit unseren Plätzchen hingestellt- falls zwischendurch mal eine Stärkung notwendig ist.

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Ich frage mich, ob das die Niederländer hier genauso machen. Weihnachtsbäume habe ich hier ja schon viele gesehen und die müssen ja auch alle geschmückt werden. Das ist ganz schön viel Arbeit und das in so kurzer Zeit. Denn auch wenn ich ein sehr ungeduldiger Mensch bin und Weihnachten immer kaum erwarten kann, kommt es dann doch immer schneller als gedacht. Und es muss noch so viel erledigt werden- dem Christkind mit den letzten Geschenken helfen, das Haus putzen, den Weihnachtsbaum im Wohnzimmer aufstellen und die Kugeln für das Christkind bereitstellen und das Essen für die Weihnachtstage vorbereiten.

Da kann man dann auch schon mal eine kleine Pause gebrauchen. Und egal, ob ihr diese „gevulden Koken“ jetzt für das Christkind oder für euch selbst, backt- sie versetzen einen von jetzt auf gleich in eine sehr weihnachtliche Stimmung. Deswegen konnte ich es auch nicht abwarten, endlich diesen Beitrag zu veröffentlichen und habe schon mal abgebissen- fröhliche Weihnachten und ein Fest voller Freude, Lachen, Glitzer, gutem Essen und vielleicht auch ein wenig Schnee!

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Bärchenkuchen den Mama bäckt immer noch den besten Geburtstagskuchen

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Mit Traditionen ist das ja so eine Sache: irgendjemand fängt irgendwann damit an und über einen gewissen Zeitraum behält man das dann bei, bis irgendwann nicht mehr klar ist, wie das ganze eigentlich angefangen hat. Aber es ist doch schön zu wissen, dass sich manche Dinge nicht ändern werden.

Für mich ist das die Tatsache, dass ich mir jedes Jahr zum Geburtstag den gleichen Kuchen wünsche, unabhängig davon, dass ich mittlerweile schon uralt bin (jedenfalls sehe ich das so). Ein bisschen so wie der Kater Fundus, der auch jedes Jahr den gleichen Geburtstagskuchen bekommt (eine Pfannkuchentorte), wünsche ich mir jedes Jahr einen Bärchenkuchen- mit Dekoration aus Smarties. Der Bärchenkuchen ist mit da irgendwie wichtig- ein Jahr hatte ich mir probehalber mal einen anderen Kuchen bestellt, aber irgendwie hat etwas gefehlt an meinem Geburtstag- etwas bärchenförmiges mit viel Schokolade und Smartie Dekoration. Meine Mama meint auch, wir hatten mal eine kreative Phase und haben dem Bären Ohrringe verpasst und ein Oberteil, aber mittlerweile sind wir wieder zur klassischen Design zurückgekehrt.

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Obwohl ich also dieses Jahr im Ausland studiere, habe ich mir ein Wochenende daheim geschenkt- mit dem Flieger ist das ja fast ein Katzensprung und ich hatte die Möglichkeit, an meinem Geburtstag in meinem Bett daheim aufzuwachen. Beziehungsweise wurde ich von meiner Familie mit einem mehrstimmigen (und aufgrund der Uhrzeit auch etwas schiefen) Ständchen geweckt.

Zum Frühstück gab es dann endlich den Bärchenkuchen, mit Smarties als Dekoration und natürlich so vielen Kerzen, wie das Alter. Es ist doch schön, zu wissen, dass sich manche Dinge nicht ändern.

Übrigens habe ich natürlich alle Kerzen auf einmal ausgepustet- was für eine Frage.

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