Wieder zurück im Alltag und Zwetschgen Crumble auf dem Balkon

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Zurück in Tübingen, zurück im Alltag, zurück vom aufregenden Ausland. In Tübingen winkt nun wieder das alltägliche Aufstehen zu unmenschlich frühen Zeiten (also kein Ausschlafen mehr bis 9 oder 10 Uhr), ein Nebenjob und in naher Ferne das Semester, mit täglichen Vorlesungen und Lernen. Eigentlich möchte ich ganz gerne noch ein Auslandsjahr dran hängen, oder zwei oder drei- so entspannt und gleichzeitig so interessant und aufregend wie das letzte Jahr wird dieses nämlich sicher nicht. Ich werde wohl kaum über den Polarkreis reisen und Polarlichter sehen, noch irgendwo in St.Petersburg goldene Türmchen bestaunen, in Amsterdam mit quietschenden Bremsen die Kanäle entlang radeln oder in Mexiko die Zehen im Sand vergraben.

Ich werde im Seminarraum sitzen, fleißig mitschreiben, ab und an eine Vorlesung Nach- oder sogar Vorbereiten und wenn die Prüfungen nahen, ganz viel Lernen.

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Aber genug der Beschwerden. Denn jetzt habe ich mich so lange Zeit auf die Rückkehr nach Tübingen gefreut, meine Freunde wieder zu sehen, wieder ein Eis schleckend am Neckar sitzen, oder über den Marktplatz schlendern. Und auch hier werde ich mit (hoffentlich nicht quietschenden Bremsen) durch die Altstadt radeln, vielleicht am Wochenende ab und zu länger ausschlafen und dann auf dem Balkon frühstücken. Und da ich es kaum erwarten kann (so wie ich fast nie etwas erwarten kann), dass es endlich meine Lieblingsjahreszeit Herbst wird, gab es heute mit einem Zwetschgen Crumble mit Vanillesauce bereits einen kleinen Vorgeschmack- natürlich auf dem Balkon in der Nachmittagssonne.

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{sweet life} Zwetschgenknödel mit Semmelbrösel-Knödelbrösel und Topfenteig. Allergrößte Klasse.

Mir ist ja schon lange klar, dass wenn es eines gibt, was wir Bayern wirklich können, dann Knödel. Winterkartoffelknödel, Semmel(n)knödel(n), Kaspressknödel, Leberknödel, oder auch Spinat-Gorgonzola-Knödel. Knödel mit Sauce, Knödel-Gröstl, Suppe mit Knödel. Und sowieso: süße Knödel. Die Österreicher allen voran die Marillenknödel, aber mei die Zwetschgenknödel meiner Ma: das ist absolute Klasse.

Gut, noch beliebter als die Zwetschgenknödel an sich, sind ja bei mir und meinen zwei Schwestern, die Brösel. Sozusagen die Knödelbrösel, in meinem Fall die Semmelbrösel-Knödelbrösel. Aber was uns Kindern nie klar war, was für eine Arbeit das sein muss, ausreichend Knödel für die Großfamilie zu rollen. Und dennoch gibt es sie jedes Jahr wieder, Mamas beste Zwetschgenknödel mit Topfenteig und Bröseln. Allergrößte Klasse.

Aber stop. Bevor ich jetzt wieder in „ja diese eingebildeten Bayern. so engstirnig, mit beengtem Horizont“ zu hören bekomme, ich habe den Beweis, dass diese Knödel wirklich allergroße Klasse sind. Den Beweis in Person eines badischen Mitbewohners, der am Samstagmittag in die Küche kommt und sich nicht mehr halten kann, mir fast zu Knien liegt, mich (also gut, eher meine Knödel) mit Komplimenten überschüttet. (So beeindruckt war er noch nicht mal von den Erdnussbutter Cookies und das will was heißen.)

Jaja. Damit steht es in Sachen kulinarischer Kultur 1:0 für Bayern. 2:0, wenn man die Rohrnudeln von letzter Woche miteinbezieht. Wollt ich nur mal erwähnt haben.

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{sweet life} Oldies but Goodies Klappe die Zweite: Zwetschgen Crumble

Ich bin ein absolutes Herbstkind. Apfelkuchen, Kürbissuppe und Zwetschgenkompott zählen zu meinen allerliebsten Lieblingsessen und ein Blätterraschel-Spaziergang macht mich genauso glücklich, wie mit dicken Socken und einer Tasse Tee auf dem Bett zu sitzen, währen draußen ein kleiner Herbststurm tobt.

Kein Wunder also, dass der Zwetschgencrumble meiner Ma zu meinen allerliebsten Lieblingsrezepten gehört und auf einer der ersten Seiten in meinem Rezepte Notizbuch steht. Das Originalrezept dafür habe ich euch auch schon präsentiert, ganz weit am Anfang dieser Bloggeschichte (dementsprechend sind die Fotos unterbelichtet und nicht gut zu erkennen).

Deswegen hier eine leicht abgewandelte Version mit Zimt und Walnüssen. Zwar hat der Walnüsse-und-Zimt-nicht-mögende-Teil meiner Familie erst gemosert, dann waren aber doch ratzfatz hastdunichtgesehen die Crumble-Portionen aufgefuttert.

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{sweet life} Oldies nur Goodies Nr.01: Zwetschgendatschi

Zwetschgendatschi — ein absoluter Klassiker unter meinen Kuchenerinnerungen, beziehungsweise unter den besten Rezepten meiner Ma. Jaja, sie haben mich schon geprägt, die Jahre des 90er-Musik-Zugedödelns und fütternd mit Zwetschgendatschi-Füttern. Aber was ein Glück, dass ich anfangs zu klein war, um mich zu wehren. Was hätte ich sonst alles verpasst?

Und auch wenn ihr jetzt vielleicht schräg schaut: ich stehe gerne in der Küche und singe falsch und laut zu Bryan Adams oder den Beatles, während ich Zwetschgendatschi backe; nach Mamas bestem Rezept natürlich.

Ich warne euch gleich — oder nein, sagen wir es anders; ihr dürft euch freuen, ich werde riesige Lücken in eurer Oldies-but-Goodies-Bildung füllen und euch in der nächsten Zeit einige meiner liebsten Klassiker aus Mamas Rezeptsammlung präsentieren — Papas Musiksammlung wird sicher auch nicht ganz unerwähnt bleiben. Aber ich verplapper mich noch; lieber noch ein Stück Zwetschgendatschi essen oder noch eine Strophe Mamma Mia mitschmettern.

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{sweet life} Blätter-Raschel-Spaziergänge und Hollunder-Zwetschgen-Kompott

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Goldgelbe Herbstnachmittage: mit den Schuhen durch Blätterhaufen schlurfen, weil das so schön raschelt. Mit Weste und Schal aus dem Haus gehen und abwechselnd ein wenig frieren und die herbstwarme Sonne auf der Nase spüren. Eichhörnchen und Igel bei den Wintervorbereitungen unterstützen. Einen Wettbewerb veranstalten: wer findet das schönste Herbstblatt. Zwetschgenkompott löffeln.

Noch besser: Zwetschgenkompott einköcheln, bis das Haus duftet. Dann ein Gläschen noch warmes Kompott schnappen und im Garten auslöffeln. Erst wieder reingehen. wenn die Hände langsam kalt werden, weil das Glas leer ist.

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Am besten: Zwetschgenkompott aus frischen Zwetschgen vom Bodensee, mit etwas Zitronensaft und etwas mehr Holundersirup.

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